Google Ads Kosten: Was kostet Google Werbung wirklich?
Meta Description: Was kostet Google Ads wirklich? Erfahren Sie alles über Preise, Abrechnungsmodelle, durchschnittliche Klickpreise und wie Sie Ihr Budget optimal einsetzen. Ratgeber 2026.
Zuletzt aktualisiert: Januar 2026
"Was kostet Google Ads?" - Das ist eine der häufigsten Fragen, die uns gestellt wird. Und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Google Ads hat kein festes Preisschild. Stattdessen funktioniert es wie eine Auktion, bei der Sie selbst bestimmen, wie viel Sie ausgeben möchten.
In diesem ausführlichen Ratgeber erklären wir Ihnen genau, wie die Kosten bei Google Ads entstehen, mit welchen Preisen Sie rechnen können und wie Sie Ihr Budget effizient einsetzen. Nach dem Lesen wissen Sie, ob Google Ads für Ihr Unternehmen bezahlbar ist - und wie Sie das Beste aus jedem investierten Euro herausholen.
Das erwartet Sie in diesem Artikel:
- Wie das Kostenmodell von Google Ads funktioniert
- Durchschnittliche Klickpreise nach Branchen
- Realistische Budgetempfehlungen
- Faktoren, die Ihre Kosten beeinflussen
- Strategien zur Kostensenkung
Wie funktioniert das Kostenmodell bei Google Ads?
Bevor wir über konkrete Zahlen sprechen, müssen Sie verstehen, wie Google Ads abrechnet. Anders als bei traditioneller Werbung (wo Sie für Anzeigenplatz bezahlen) zahlen Sie bei Google Ads für Performance.
Pay-per-Click (CPC) - Das Standardmodell
Bei den meisten Google Ads Kampagnen nutzen Sie das Cost-per-Click (CPC) Modell. Das bedeutet:
- Sie zahlen nur, wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt
- Reine Ansichten (Impressionen) sind kostenlos
- Jeder Klick hat einen individuellen Preis
Ein Beispiel: Ihre Anzeige wird 1.000 Mal angezeigt, aber nur 30 Personen klicken darauf. Bei einem durchschnittlichen CPC von 1,50 EUR zahlen Sie 45 EUR. Die 970 Personen, die Ihre Anzeige nur gesehen haben, kosten nichts.
Das ist ein fairer Deal: Sie bezahlen nur für echtes Interesse, nicht für bloße Sichtbarkeit.
Alternative Abrechnungsmodelle
Je nach Kampagnentyp und Zielsetzung gibt es weitere Modelle:
Cost-per-Mille (CPM): Kosten pro 1.000 Impressionen
- Typisch für Display-Kampagnen und Branding
- Sie zahlen für Sichtbarkeit, nicht für Klicks
- Sinnvoll, wenn Sie Markenbekanntheit aufbauen wollen
- Durchschnitt in Deutschland: 2-10 EUR pro 1.000 Impressionen
Cost-per-Acquisition (CPA): Kosten pro Conversion
- Sie zahlen nur für definierte Aktionen (Kauf, Anmeldung, Anfrage)
- Funktioniert nur mit Conversion-Tracking
- Google optimiert automatisch auf Conversions
- Höhere Planungssicherheit, da Sie den gewünschten CPA vorgeben
Cost-per-View (CPV): Kosten pro Video-Ansicht
- Speziell für YouTube-Videoanzeigen
- Sie zahlen, wenn jemand Ihr Video 30 Sekunden lang ansieht
- Durchschnitt: 0,03-0,30 EUR pro Ansicht
Für Einsteiger und die meisten Unternehmen ist CPC das beste Modell. Es ist transparent, messbar und Sie behalten die Kontrolle über Ihre Ausgaben.
Wie Google den Klickpreis bestimmt
Google Ads funktioniert als Auktion. Aber anders als bei eBay gewinnt nicht einfach der Höchstbietende. Google berücksichtigt zwei Faktoren:
1. Ihr Maximalgebot: Was sind Sie bereit, maximal für einen Klick zu zahlen?
2. Ihr Qualitätsfaktor: Wie relevant und hochwertig ist Ihre Anzeige?
Die Formel lautet: Anzeigenrang = Maximalgebot × Qualitätsfaktor
Eine Anzeige mit hohem Qualitätsfaktor kann eine Position vor einer Anzeige mit höherem Gebot erzielen. Das hat einen wichtigen Vorteil: Sie können durch bessere Anzeigenqualität Geld sparen.
Beispiel:
- Anzeige A: Gebot 2,00 EUR, Qualitätsfaktor 5 → Anzeigenrang 10
- Anzeige B: Gebot 1,50 EUR, Qualitätsfaktor 8 → Anzeigenrang 12
Anzeige B erscheint höher und zahlt weniger pro Klick!
Was Sie tatsächlich zahlen: Den minimalen Betrag, der nötig ist, um Ihre Position zu halten - oft deutlich weniger als Ihr Maximalgebot. Wenn Ihr Gebot 3,00 EUR ist, aber der nächste Konkurrent nur 1,80 EUR bietet, zahlen Sie vielleicht nur 1,85 EUR.
Mehr zum Qualitätsfaktor und wie Sie ihn verbessern, erfahren Sie in unserem Qualitätsfaktor-Guide.
Durchschnittliche Google Ads Kosten in Deutschland
Jetzt kommen wir zu konkreten Zahlen. Wichtig: Die folgenden Werte sind Durchschnittswerte. Ihre tatsächlichen Kosten können deutlich höher oder niedriger liegen.
Cost-per-Click (CPC) nach Branchen
Die Klickpreise variieren stark nach Branche. Grundregel: Je wertvoller ein Kunde, desto höher die Klickpreise.
Niedrige CPCs (0,50 - 1,50 EUR):
- Blogs und Content-Seiten
- Günstige Konsumgüter
- Unterhaltung und Freizeit
- Bildung und E-Learning
Mittlere CPCs (1,50 - 3,00 EUR):
- E-Commerce (Kleidung, Elektronik)
- Lokale Dienstleistungen (Handwerker, Reinigung)
- B2B-Dienstleistungen (Marketing, Beratung)
- Gesundheit und Wellness
Hohe CPCs (3,00 - 8,00 EUR):
- Finanzdienstleistungen (Versicherungen, Kredite)
- Immobilien
- Anwälte und Rechtsberatung
- Software und SaaS (B2B)
Sehr hohe CPCs (8,00 - 20+ EUR):
- Versicherungen (besonders KFZ und Leben)
- Kredite und Finanzierungen
- Spezialisierte Anwälte (z.B. Arbeitsrecht, Strafrecht)
- High-End B2B-Services
Warum diese Unterschiede? In Branchen, wo ein Kunde mehrere tausend oder zehntausend Euro Umsatz generiert (z.B. Versicherungen, Anwälte), ist ein Klickpreis von 15 EUR immer noch profitabel. Bei einem T-Shirt für 29,99 EUR wäre das ruinös.
Branchenspezifische Beispiele
Beispiel 1: Lokale Handwerksfirma (Dachdecker in München)
- Durchschnittlicher CPC: 2,50 EUR
- Budget: 30 EUR/Tag = 900 EUR/Monat
- Erwartete Klicks: 360 pro Monat
- Bei 5% Conversion-Rate: 18 Anfragen
- Auftragswert: 3.000-15.000 EUR
- ROI: Sehr profitabel
Beispiel 2: Online-Shop für Sportbekleidung
- Durchschnittlicher CPC: 0,80 EUR
- Budget: 50 EUR/Tag = 1.500 EUR/Monat
- Erwartete Klicks: 1.875 pro Monat
- Bei 2% Conversion-Rate: 38 Verkäufe
- Durchschnittlicher Warenkorbwert: 75 EUR
- Umsatz: 2.850 EUR
- ROI: Break-even bis leicht profitabel (abhängig von Marge)
Beispiel 3: Rechtsanwalt für Verkehrsrecht
- Durchschnittlicher CPC: 12,00 EUR
- Budget: 40 EUR/Tag = 1.200 EUR/Monat
- Erwartete Klicks: 100 pro Monat
- Bei 8% Conversion-Rate: 8 Mandatsanfragen
- Mandatswert: 1.500-5.000 EUR
- ROI: Sehr profitabel
Diese Beispiele zeigen: Hohe Klickpreise sind nicht automatisch schlecht. Entscheidend ist das Verhältnis von Kosten zu Kundenwert.
Monatliche Budgetempfehlungen
Wie viel Budget brauchen Sie mindestens, um erfolgreich zu sein?
Absolute Minimum-Budgets:
-
Test-Phase: 10 EUR/Tag (300 EUR/Monat)
- Reicht für erste Daten und Lerneffekte
- Zu wenig für nachhaltigen Erfolg
- Nur für sehr niedrige CPCs geeignet
-
Ernst gemeintes Minimum: 20-30 EUR/Tag (600-900 EUR/Monat)
- Erlaubt sinnvolle Datensammlung
- Genug Traffic für erste Optimierungen
- Passend für lokale Dienstleister und kleine Shops
-
Empfohlenes Startbudget: 50-100 EUR/Tag (1.500-3.000 EUR/Monat)
- Gute Datenbasis für Optimierungen
- Mehrere Keywords/Anzeigengruppen testbar
- Schnellere Ergebnisse
- Ideal für wachstumsorientierte Unternehmen
-
Professionelle Budgets: 100+ EUR/Tag (3.000+ EUR/Monat)
- Für Unternehmen, die skalieren wollen
- Mehrere Kampagnentypen parallel
- Aggressive Marktdurchdringung
- Typisch für etablierte E-Commerce oder B2B
Faustregel: Ihr Monatsbudget sollte mindestens dem 10-fachen Ihrer durchschnittlichen Conversion-Kosten entsprechen. Wenn eine Anfrage Sie 50 EUR kostet, planen Sie mindestens 500 EUR/Monat ein.
Faktoren, die Ihre Google Ads Kosten beeinflussen
Warum zahlt Ihr Konkurrent 2,00 EUR pro Klick und Sie 4,00 EUR? Hier sind die wichtigsten Kostentreiber:
1. Wettbewerb und Branche
Je mehr Werbetreibende auf die gleichen Keywords bieten, desto höher die Preise. Das ist einfaches Angebot und Nachfrage.
Hoher Wettbewerb:
- Versicherungen (hunderte Anbieter kämpfen um Kunden)
- Kredite und Finanzen
- Beliebte E-Commerce-Kategorien (Mode, Elektronik)
Niedriger Wettbewerb:
- Nischen-Produkte
- Sehr lokale Dienstleistungen
- Spezialisierte B2B-Services
Tipp: Finden Sie Nischen-Keywords mit weniger Wettbewerb. Statt "Versicherung" → "Oldtimer-Versicherung für Liebhaber". Oft niedriger CPC bei besserer Conversion-Rate.
2. Keyword-Typ und Suchintention
Nicht alle Keywords kosten gleich viel - selbst in derselben Branche:
Teuer - Kaufbereite Suchen (Transactional Intent):
- "Handwerker beauftragen"
- "Laptop kaufen"
- "Versicherung abschließen"
- → Nutzer will JETZT kaufen
Günstiger - Informations-Suchen (Informational Intent):
- "Was kostet Handwerker"
- "Laptop Test"
- "Versicherung Vergleich"
- → Nutzer recherchiert noch
Am günstigsten - Navigational Intent:
- "Amazon Login"
- "Sparkasse München"
- → Nutzer sucht spezifische Seite
Als Werbetreibender wollen Sie normalerweise kaufbereite Nutzer - aber die kosten mehr. Die Kunst liegt darin, Nutzer früher im Kaufprozess abzuholen (günstiger) und dann zu konvertieren.
3. Qualitätsfaktor
Der Qualitätsfaktor ist Googles Bewertung Ihrer Anzeigenqualität (Skala 1-10). Er basiert auf:
- Erwartete Click-Through-Rate (CTR)
- Anzeigenrelevanz zum Keyword
- Landingpage-Erfahrung
Ein höherer Qualitätsfaktor senkt Ihre Kosten direkt:
- Qualitätsfaktor 3: Sie zahlen ~60% mehr als der Durchschnitt
- Qualitätsfaktor 5: Durchschnittliche Kosten
- Qualitätsfaktor 8: Sie zahlen ~30% weniger
- Qualitätsfaktor 10: Sie zahlen ~50% weniger
Beispiel: Bei einem durchschnittlichen CPC von 3,00 EUR:
- Mit QF 3: Sie zahlen ~4,80 EUR
- Mit QF 10: Sie zahlen ~1,50 EUR
Der Qualitätsfaktor ist der wichtigste Hebel zur Kostensenkung. Investieren Sie Zeit in bessere Anzeigen und Landingpages - es zahlt sich direkt aus.
4. Standort-Targeting
Wo Sie werben, beeinflusst die Kosten erheblich:
Teure Standorte in Deutschland:
- München (höchstes Durchschnittseinkommen)
- Hamburg
- Frankfurt
- Stuttgart
- Düsseldorf
Günstigere Standorte:
- Ländliche Regionen
- Ostdeutsche Bundesländer
- Kleinere Städte
International: USA und UK sind oft 50-100% teurer als Deutschland. Schweiz ist etwa auf gleichem Niveau, Österreich etwas günstiger.
Wenn Ihr Geschäft nicht standortgebunden ist, können Sie strategisch günstigere Regionen targetieren.
5. Tageszeit und Wochentag
Google Ads erlaubt Gebotsanpassungen nach Zeit. Und zu Recht - die Kosten variieren:
Teurer:
- Werktags 9-17 Uhr (B2B)
- Abends 19-22 Uhr (B2C)
- Sonntag (für viele Retail-Kategorien)
Günstiger:
- Nachts 23-6 Uhr
- Sehr frühe Morgenstunden
- Je nach Branche: Wochenende oder Wochentage
Strategie: Analysieren Sie, wann Ihre Conversions stattfinden. Wenn Sie nachts kaum Anfragen bekommen, reduzieren Sie Ihre Gebote für diese Zeit um 30-50%. So sparen Sie Budget für teure, aber profitable Zeiten.
6. Gerätetyp
CPCs unterscheiden sich nach Gerät:
Desktop: Oft höchste CPCs, aber auch höchste Conversion-Rates (besonders B2B)
Mobile: Niedrigere CPCs, aber auch oft niedrigere Conversion-Rates. Ausnahme: Lokale Suchen ("Restaurant in der Nähe") konvertieren auf Mobile sehr gut.
Tablet: Meist zwischen Desktop und Mobile.
Sie können Gebote nach Gerät anpassen. Wenn Mobile bei Ihnen schlecht konvertiert, reduzieren Sie die Mobile-Gebote um 30-50%.
7. Saisonalität
Viele Branchen haben Hochsaisons, in denen die Kosten explodieren:
Beispiele:
- E-Commerce: November/Dezember (Black Friday, Weihnachten) → +50-200% CPC
- Reisen: Sommer und Weihnachtszeit
- Steuerberater: März/April (Steuererklärung)
- Gartenbau: Frühjahr
- Heizung/Sanitär: Herbst/Winter
Strategie: Wenn möglich, vermeiden Sie Ihre Hochsaison für Tests. Starten Sie in ruhigeren Zeiten, optimieren Sie Ihre Kampagnen, und dann skalieren Sie zur Hochsaison mit bewährten Kampagnen.
Versteckte Kosten und zusätzliche Ausgaben
Der Klickpreis ist nicht Ihre einzige Ausgabe. Berücksichtigen Sie diese zusätzlichen Kosten:
Agentur oder Freelancer
Wenn Sie Google Ads nicht selbst verwalten möchten oder können, brauchen Sie professionelle Hilfe:
Agentur-Kosten in Deutschland:
- Pauschale monatliche Gebühr: 300-2.000 EUR/Monat (je nach Accountgröße)
- Prozentual vom Werbebudget: 10-20% des Ad Spend
- Stundensatz für Consultants: 80-200 EUR/Stunde
- Einrichtungsgebühr (einmalig): 500-3.000 EUR
Beispiel: Bei 2.000 EUR monatlichem Werbebudget:
- Option A: 400 EUR Pauschalgebühr (20%)
- Option B: 299 EUR Flatrate (wie unser Service)
- Gesamtkosten: 2.299 - 2.400 EUR/Monat
Eine gute Agentur optimiert Ihre Kampagnen so, dass sie ihre eigenen Kosten durch bessere Performance wieder einspielt. Bei unserer Google Ads Verwaltung bieten wir eine transparente Flatrate von 299 EUR/Monat - unabhängig von Ihrem Werbebudget.
Tools und Software
Professionelle Google Ads Verwaltung erfordert oft zusätzliche Tools:
Typische Tool-Kosten:
- Keyword-Recherche Tools (z.B. SEMrush, Ahrefs): 100-400 EUR/Monat
- Bid-Management Tools (z.B. Optmyzr): 50-300 EUR/Monat
- Landing Page Builder (z.B. Unbounce): 80-200 EUR/Monat
- Analytics und Tracking (z.B. Google Analytics 360): kostenlos bis 150.000 EUR/Jahr
Wenn Sie mit einer Agentur arbeiten, sind diese Tools meist schon in der Gebühr enthalten.
Landingpage-Entwicklung
Ihre Google Ads Anzeigen sollten auf optimierte Landingpages führen - nicht nur auf Ihre Startseite. Das kostet:
Landingpage-Kosten:
- Template-basiert: 500-2.000 EUR einmalig
- Custom-Design: 2.000-10.000 EUR einmalig
- Monatliche Optimierung: 200-1.000 EUR
Eine gute Landingpage kann Ihre Conversion-Rate verdoppeln oder verdreifachen. Das ist oft der bessere Hebel als noch mehr Werbebudget.
Conversion-Tracking Setup
Ohne Tracking fliegen Sie blind. Das Setup kostet:
- DIY: Kostenlos (aber zeitaufwändig)
- Freelancer: 200-800 EUR einmalig
- Agentur: Meist im Setup-Paket enthalten
Bei komplexen E-Commerce-Setups mit vielen Produkten kann das teurer werden (1.000-3.000 EUR).
Wie Sie Ihre Google Ads Kosten senken
Sie müssen nicht passiv zusehen, wie Ihre Kosten steigen. Hier sind bewährte Strategien zur Kostensenkung:
Strategie 1: Qualitätsfaktor verbessern
Wie bereits erwähnt: Der Qualitätsfaktor ist Ihr mächtigster Kostenhebel.
So verbessern Sie ihn:
- CTR erhöhen: Schreiben Sie überzeugende Anzeigentexte mit klarem Call-to-Action
- Relevanz steigern: Fügen Sie Ihr Hauptkeyword in Titel und Beschreibung ein
- Landingpage optimieren: Schnelle Ladezeit, mobile Optimierung, relevanter Content
- Anzeigenerweiterungen nutzen: Sitelinks, Callouts, strukturierte Snippets
Schon eine Verbesserung von QF 5 auf QF 7 kann Ihre Kosten um 20-30% senken.
Detaillierte Tipps finden Sie in unserem Qualitätsfaktor-Guide.
Strategie 2: Negative Keywords nutzen
Negative Keywords sind Suchbegriffe, bei denen Sie NICHT erscheinen möchten. Sie verhindern verschwendete Klicks.
Beispiel Dachdecker-Firma:
- Negative Keywords: "job", "ausbildung", "gehalt", "selber machen", "diy", "kosten pro stunde"
- Ersparnis: 20-40% des Budgets
Wo finden Sie negative Keywords?
- Gehen Sie zu Keywords → Suchanfragen
- Sehen Sie sich an, bei welchen Suchen Ihre Anzeigen erschienen sind
- Markieren Sie irrelevante Begriffe als negativ
Machen Sie das wöchentlich in den ersten Monaten, dann monatlich. Allein diese Taktik kann Hunderte Euro pro Monat sparen.
Strategie 3: Geografisches Targeting verschärfen
Wenn Sie lokal tätig sind, verschwenden Sie vielleicht Budget außerhalb Ihres Einzugsgebiets.
Optimierung:
- Statt "Deutschland" → Nur Ihr Bundesland
- Statt "München" → 15 km Radius um Ihre Adresse
- Ausschluss von Regionen mit schlechter Performance
Profi-Tipp: Unter Standorte → Kampagneneinstellungen → Standortoptionen: Wählen Sie "Personen an Ihren Zielstandorten" statt "Personen, die Interesse an Ihren Zielstandorten zeigen". So verhindern Sie Klicks von Touristen, die nur recherchieren.
Strategie 4: Gebotsanpassungen nutzen
Passen Sie Ihre Gebote basierend auf Performance an:
Reduzieren Sie Gebote:
- Mobile: -30% (wenn Mobile schlecht konvertiert)
- Nachts: -50%
- Bestimmte Standorte: -20 bis -100%
Erhöhen Sie Gebote:
- Desktop: +20% (wenn Desktop gut konvertiert)
- Ihre besten Uhrzeiten: +20-30%
- Ihre besten Standorte: +30%
So verschieben Sie Ihr Budget automatisch zu den profitablen Segmenten.
Strategie 5: Long-Tail Keywords hinzufügen
Statt nur auf generische, teure Keywords zu bieten, nutzen Sie spezifische Long-Tail-Varianten:
Teuer: "Versicherung" (12 EUR CPC) Günstiger: "KFZ Versicherung Kleinwagen" (5 EUR CPC) Noch günstiger: "günstige Autoversicherung für Fahranfänger München" (3 EUR CPC)
Long-Tail Keywords haben:
- Niedrigere CPCs (weniger Wettbewerb)
- Höhere Conversion-Rates (spezifischere Absicht)
- Bessere Qualitätsfaktoren (höhere Relevanz)
Nachteil: Weniger Suchvolumen. Aber Qualität schlägt Quantität.
Strategie 6: Remarketing einsetzen
Remarketing zeigt Anzeigen Nutzern, die Ihre Website bereits besucht haben. Diese "warmen" Besucher:
- Konvertieren 2-5x besser
- Haben 50-70% niedrigere CPCs
- Erinnern sich an Ihr Angebot
Beispiel-Kosten:
- Suchnetzwerk (neue Nutzer): 3,00 EUR CPC
- Remarketing (frühere Besucher): 1,20 EUR CPC
- Ergebnis: 60% Kostenersparnis bei besserer Performance
Remarketing sollte ein fester Bestandteil jeder Google Ads Strategie sein.
Strategie 7: Conversion-Rate optimieren
Manchmal liegt das Problem nicht bei Google Ads, sondern bei Ihrer Website. Eine Verdopplung der Conversion-Rate halbiert effektiv Ihre Kosten pro Kunde.
Optimierungen mit großer Wirkung:
- Schnellere Ladezeit (jede Sekunde kostet ~7% Conversions)
- Klarere Call-to-Actions
- Vertrauenssignale (Testimonials, Gütesiegel)
- Vereinfachte Formulare (weniger Felder = mehr Submissions)
- Mobile Optimierung
Beispiel: Bei 50 EUR Kosten pro Conversion:
- Alte CR: 2% → 50 EUR pro Conversion
- Neue CR: 4% (nach Optimierung) → 25 EUR pro Conversion
- Ersparnis: 50% bei gleichem Budget
Investieren Sie in Landingpage-Optimierung - es ist oft effektiver als mehr Werbebudget.
Strategie 8: Automatische Gebotsstrategien testen
Google's Smart Bidding nutzt maschinelles Lernen zur Gebotsoptimierung:
Strategie "Ziel-CPA": Sie geben vor, was ein Kunde kosten darf (z.B. 40 EUR). Google optimiert automatisch, um dieses Ziel zu erreichen.
Strategie "Ziel-ROAS": Sie geben vor, welchen Return on Ad Spend Sie wollen (z.B. 400% = 4 EUR Umsatz pro 1 EUR Werbekosten).
In unserer Erfahrung können Smart Bidding-Strategien die Effizienz um 15-30% steigern - nachdem sie 2-4 Wochen Lernzeit hatten.
Mehr dazu in unserem Gebotsstrategien-Guide.
Lohnt sich Google Ads für mein Unternehmen?
Die wichtigste Frage: Ist Google Ads das Geld wert? Hier eine einfache Methode, es herauszufinden:
Die Break-Even Rechnung
Schritt 1: Berechnen Sie Ihren Customer Lifetime Value (CLV)
- Was verdienen Sie durchschnittlich an einem Kunden?
- Beispiel Zahnarzt: 500 EUR (über mehrere Jahre)
Schritt 2: Bestimmen Sie Ihre akzeptablen Akquisitionskosten
- Faustregel: Sie können bis zu 30-50% des CLV für die Akquise ausgeben
- Beispiel: 500 EUR CLV → max. 150-250 EUR für Kundengewinnung
Schritt 3: Kalkulieren Sie zurück
- Angestrebter CPA: 150 EUR
- Geschätzte Conversion-Rate: 5%
- Nötiger CPC: 150 EUR × 5% = 7,50 EUR maximal
Schritt 4: Vergleichen Sie mit realen CPCs
- Schauen Sie im Keyword-Planer, was Keywords in Ihrer Branche kosten
- Liegen Sie im Rahmen? → Google Ads lohnt sich wahrscheinlich
- Zu teuer? → Sie brauchen bessere Conversion-Rates oder andere Kanäle
Branchen, für die sich Google Ads besonders lohnt
Sehr profitabel:
- Hochpreisige Dienstleistungen (Anwälte, Berater, B2B-Services)
- Lokale Notfalldienste (Schlüsseldienst, Rohrreinigung)
- Finanzprodukte (trotz hoher CPCs)
- Spezialisierte E-Commerce-Nischen
Gut machbar:
- Handwerker und lokale Dienstleister
- B2B mit hohen Auftragsvolumen
- E-Commerce mit Wiederholungskäufen
- Software as a Service (SaaS)
Herausfordernd:
- Niedrigmargen-E-Commerce (Dropshipping)
- Stark umkämpfte Massenmärkte
- Produkte ohne Differenzierung
- Impulskäufe unter 20 EUR
Das heißt nicht, dass Google Ads in schwierigen Branchen unmöglich ist - Sie brauchen nur exzellente Ausführung und realistische Erwartungen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gibt es eine Mindestausgabe bei Google Ads?
Nein, Google verlangt keine Mindestausgaben. Sie können mit 1 EUR pro Tag starten. Allerdings ist so wenig Budget nicht sinnvoll - Sie bekommen kaum Daten und können nicht optimieren. Realistisches Minimum: 10-20 EUR/Tag.
Wann zahle ich die Google Ads Rechnung?
Google rechnet entweder monatlich ab oder wenn Sie einen bestimmten Schwellenwert erreichen (z.B. 500 EUR). Die Zahlung erfolgt automatisch über Ihre hinterlegte Zahlungsmethode. Sie erhalten vorher eine E-Mail-Benachrichtigung.
Kann ich mein Budget jederzeit ändern?
Ja, Sie können Ihr Tagesbudget jederzeit erhöhen oder senken. Die Änderung wird sofort wirksam. Sie können Kampagnen auch jederzeit pausieren oder stoppen - es gibt keine Mindestlaufzeit oder Kündigungsfrist.
Was passiert, wenn mein Budget aufgebraucht ist?
Ihre Anzeigen werden für den Rest des Tages pausiert und am nächsten Tag automatisch wieder aktiviert. Sie zahlen nie mehr als Ihr festgelegtes Tagesbudget (mit kleinen Schwankungen, die Google über den Monat ausgleicht).
Sind Google Ads steuerlich absetzbar?
Ja, Google Ads Kosten sind in Deutschland als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar. Bewahren Sie alle Rechnungen von Google für Ihre Buchhaltung auf. Fragen Sie im Zweifel Ihren Steuerberater.
Bekomme ich eine Rechnung von Google?
Ja, Google stellt automatisch Rechnungen aus, die Sie in Ihrem Google Ads Konto unter Abrechnung → Dokumente herunterladen können. Die Rechnungen enthalten alle nötigen Informationen für Ihre Buchhaltung, inklusive Umsatzsteuer.
Fazit: Was kostet Google Ads wirklich?
Die Kosten für Google Ads lassen sich nicht pauschal beantworten - aber nach diesem Artikel haben Sie alle Informationen, um es für Ihr Unternehmen zu kalkulieren:
Kernpunkte zum Mitnehmen:
-
Keine fixen Kosten: Sie bestimmen Ihr Budget selbst - von 10 EUR/Tag bis unbegrenzt
-
Durchschnittliche CPCs: 0,50 - 20 EUR je nach Branche, mit 1,50 - 3,00 EUR als Mittelwert
-
Realistische Startbudgets: 500-1.500 EUR/Monat für ernsthafte Tests, 3.000+ EUR/Monat für Wachstum
-
Versteckte Kosten: Agenturgebühren, Tools, Landingpages können zusätzlich 300-2.000 EUR/Monat kosten
-
Kostensenkung möglich: Durch Qualitätsfaktor-Optimierung, negative Keywords und Conversion-Rate-Optimierung können Sie 30-50% sparen
-
ROI ist entscheidend: Hohe Klickpreise sind okay, wenn der Return on Investment stimmt
Die wichtigste Frage ist nicht "Was kostet Google Ads?" sondern "Was bringt mir Google Ads?". Wenn Sie für 2.000 EUR Werbung 10.000 EUR Umsatz generieren, sind die Kosten vollkommen irrelevant.
Nächste Schritte:
Starten Sie mit einem konservativen Budget, das Sie sich leisten können zu verlieren. Sammeln Sie Daten, optimieren Sie kontinuierlich, und skalieren Sie dann das Budget, wenn Sie profitabel sind.
Brauchen Sie Unterstützung bei der Budgetplanung oder der Kampagnenverwaltung? Wir helfen Ihnen gerne. Mit unserer Google Ads Verwaltung erhalten Sie professionelle Betreuung ab 299 EUR/Monat - transparent und ohne versteckte Kosten.
Weitere hilfreiche Artikel:
- Google Ads Grundlagen - Verstehen Sie das System
- Google Ads Tutorial - Erste Kampagne erstellen
- Google Ads optimieren - Mehr aus Ihrem Budget herausholen
- Qualitätsfaktor verbessern - Kosten senken durch bessere Qualität