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Google Ads Agentur Kosten: Alle Preismodelle transparent erklärt

Agentur15 Min. Lesezeit

Google Ads Agentur Kosten: Alle Preismodelle transparent erklärt

Die Kostenfrage ist für die meisten Unternehmen das entscheidende Kriterium bei der Agenturauswahl. Mit 720 monatlichen Suchanfragen nach "Google Ads Agentur Kosten" zeigt sich das große Interesse an transparenter Preisinformation. Doch die Agenturlandschaft ist komplex: Unterschiedliche Preismodelle, versteckte Kosten und intransparente Kalkulationen erschweren den Vergleich.

Dieser umfassende Guide liefert Klarheit: Welche Preismodelle gibt es? Was sind realistische Marktpreise 2025? Wo lauern versteckte Kosten? Und wie bewerten Sie Preis-Leistungs-Verhältnis richtig?

Überblick: Was kostet eine Google Ads Agentur?

Die kurze Antwort: Es kommt darauf an. Die etwas längere Antwort liefert realistische Preisspannen für den deutschen Markt.

Typische Preisspannen in Deutschland

Kleine Accounts (1.000-3.000 EUR Werbebudget monatlich):

  • Agenturgebühr: 400-900 EUR/Monat
  • Typisches Modell: Monatspauschale oder 15-20% vom Budget
  • Leistungsumfang: Basis-Betreuung, monatliche Optimierung, Standard-Reporting

Mittlere Accounts (3.000-10.000 EUR Werbebudget):

  • Agenturgebühr: 800-2.000 EUR/Monat
  • Typisches Modell: Pauschale oder 10-15% vom Budget
  • Leistungsumfang: Intensive Betreuung, zweiwöchentliche Optimierung, detailliertes Reporting, strategische Beratung

Größere Accounts (10.000-50.000 EUR Werbebudget):

  • Agenturgebühr: 1.500-5.000 EUR/Monat
  • Typisches Modell: Pauschale oder 8-12% vom Budget
  • Leistungsumfang: Premium-Betreuung, dedizierter Account Manager, wöchentliche Optimierung, Custom Reporting

Enterprise Accounts (50.000+ EUR Werbebudget):

  • Agenturgebühr: 4.000-15.000+ EUR/Monat
  • Typisches Modell: Individuelle Vereinbarung, oft Pauschale
  • Leistungsumfang: Full-Service mit mehrköpfigem Team, tägliche Überwachung, strategische Partnerschaf

Diese Spannen sind Richtwerte. Regionale Unterschiede, Spezialisierungen und Agentur-Reputation beeinflussen Preise erheblich.

Faktoren, die den Preis beeinflussen

Warum kosten manche Agenturen 500 EUR, andere 5.000 EUR für scheinbar ähnliche Leistungen?

Kampagnenkomplexität: Eine einfache Local-Search-Kampagne mit 20 Keywords ist deutlich weniger aufwändig als ein E-Commerce mit 10.000 Produkten, Shopping-Feeds, dynamischen Remarketing und mehreren Kampagnentypen.

Anzahl der Kampagnentypen: Nur Search ist einfacher als Search + Shopping + Display + Video + Performance Max gleichzeitig.

Geografische Reichweite: Lokale Kampagne ist simpler als mehrsprachige, länderübergreifende Accounts mit unterschiedlichen Währungen und rechtlichen Anforderungen.

Branchen-Spezifik: Manche Branchen (Finanzen, Gesundheit, Recht) haben striktere Compliance-Anforderungen und erfordern mehr Expertise.

Tracking-Anforderungen: Standard-Tracking ist einfach. Offline-Conversion-Import, CRM-Integration, komplexe Attribution-Modelle erfordern deutlich mehr Aufwand.

Agentur-Overhead: Premium-Agenturen mit schicken Büros, großen Marketing-Budgets und hohen Gehältern haben höhere Kostenstrukturen, die sie weitergeben.

Erfahrung und Reputation: Etablierte Agenturen mit starker Reputation können Premium-Preise verlangen. Neuere Agenturen positionieren sich oft günstiger.

Verstehen Sie diese Faktoren, können Sie besser einschätzen, ob ein Preis angemessen ist.

Einmalkosten vs. laufende Kosten

Die monatliche Gebühr ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Hinzu kommen oft Einmalkosten:

Setup-Fee (300-2.500 EUR): Viele Agenturen berechnen eine einmalige Einrichtungsgebühr. Diese deckt:

  • Strategieentwicklung und Konzeption
  • Initiale Keyword-Recherche
  • Kampagnen-Strukturierung und Erstellung
  • Tracking-Implementierung
  • Erste Anzeigentexte und Extensions

Die Setup-Fee ist gerechtfertigt, da der initiale Aufwand typischerweise höher ist als laufende Betreuung. Allerdings: Manche Agenturen verzichten auf Setup-Fee, kalkulieren diese aber in die ersten Monate ein oder binden Sie mit Mindestlaufzeiten.

Audit-Kosten (500-1.500 EUR): Falls Sie bereits Google Ads Kampagnen haben, bieten viele Agenturen bezahlte Audits an. Diese analysieren Ihr bestehendes Konto, identifizieren Probleme und zeigen Optimierungspotenziale.

Manche Agenturen bieten kostenlose Audits als Marketing-Tool. Vorsicht: Diese sind oft oberflächlich und primär Akquise-Werkzeug. Bezahlte, detaillierte Audits liefern meist wertvollere Insights.

Tool- und Software-Kosten: Manche Agenturen nutzen kostenpflichtige Drittanbieter-Tools und geben diese Kosten weiter. Das sollte transparent kommuniziert werden.

Rechnen Sie immer Gesamtkosten über 12 Monate: (Setup-Fee + 12 × monatliche Gebühr) für realistischen Kostenvergleich.

Preismodelle im Detail

Agenturen arbeiten mit unterschiedlichen Vergütungsmodellen. Jedes hat Vor- und Nachteile.

Monatliche Pauschale: Vor- und Nachteile

Bei diesem Modell zahlen Sie einen festen monatlichen Betrag, unabhängig vom Werbebudget.

Typische Preise:

  • Basis-Paket: 400-800 EUR/Monat
  • Standard-Paket: 800-1.500 EUR/Monat
  • Premium-Paket: 1.500-3.000+ EUR/Monat

Vorteile:

  • Planbarkeit: Sie wissen exakt, was Sie monatlich bezahlen
  • Kein Interessenkonflikt: Agentur profitiert nicht von höherem Werbebudget
  • Faire Vergütung bei kleinen Budgets: Auch bei 1.000 EUR Werbebudget kann die Agentur wirtschaftlich arbeiten

Nachteile:

  • Nicht skalierbar: Bei stark wachsendem Budget passt die Pauschale möglicherweise nicht mehr
  • Unflexibel bei Schwankungen: Saisonale Budget-Anpassungen sind nicht berücksichtigt
  • Mögliche Unter-/Überversorgung: Bei sehr komplexen Accounts könnte die Pauschale zu niedrig sein, bei simplen zu hoch

Für wen geeignet: Unternehmen mit stabilen, planbaren Budgets und mittlerer Komplexität. Besonders sinnvoll, wenn Sie Planungssicherheit schätzen und Interessenkonflikte vermeiden wollen.

Prozent vom Werbebudget: So funktioniert's

Hier zahlen Sie einen Prozentsatz Ihres monatlichen Werbebudgets als Agenturgebühr.

Typische Prozentsätze:

  • 15-20% bei kleinen Budgets (unter 3.000 EUR)
  • 10-15% bei mittleren Budgets (3.000-10.000 EUR)
  • 8-12% bei größeren Budgets (10.000-30.000 EUR)
  • 5-10% bei sehr großen Budgets (30.000+ EUR)

Beispielrechnung:

  • Werbebudget: 5.000 EUR monatlich
  • Agenturgebühr: 12% = 600 EUR
  • Gesamtinvestition: 5.600 EUR

Vorteile:

  • Automatische Skalierung: Wächst Budget, wächst auch Agenturvergütung (und theoretisch Aufwand)
  • Fair bei Schwankungen: In starken Monaten zahlen Sie mehr, in schwachen weniger
  • Agentur-Anreiz für Wachstum: Agenturen profitieren von erfolgreichen Skalierungen

Nachteile:

  • Potentieller Interessenkonflikt: Agentur könnte dazu neigen, höhere Budgets zu empfehlen (auch wenn nicht optimal)
  • Bei großen Budgets teuer: 10% von 50.000 EUR sind 5.000 EUR – oft mehr als der tatsächliche Aufwand rechtfertigt
  • Schwerer planbar: Bei variablen Budgets sind Kosten schwerer vorhersagbar

Für wen geeignet: Unternehmen mit wachsenden Budgets oder saisonalen Schwankungen. Funktioniert gut, wenn Sie der Agentur vertrauen, dass sie Budget-Empfehlungen in Ihrem Interesse gibt.

Mehr zur Werbebudget-Planung und wie Sie realistische Budgets kalkulieren.

Stundensatz-Modell: Wann sinnvoll?

Bei diesem Modell rechnet die Agentur tatsächlich geleistete Stunden ab.

Typische Stundensätze:

  • Junior-Level: 80-120 EUR/Stunde
  • Mid-Level: 120-180 EUR/Stunde
  • Senior-Level: 180-250+ EUR/Stunde

Vorteile:

  • Höchste Transparenz: Sie zahlen nur tatsächlich geleistete Arbeit
  • Flexibel: Für unregelmäßigen Beratungsbedarf ideal
  • Fair bei variablem Aufwand: Komplexe Monate kosten mehr, einfache weniger

Nachteile:

  • Schwer planbar: Monatliche Kosten sind kaum vorhersagbar
  • Risiko von Ineffizienz: Lange Bearbeitungszeit = höhere Kosten
  • Administrativer Overhead: Stundenaufzeichnung und -abrechnung erfordert Bürokratie

Für wen geeignet: Eher untypisch für laufende Betreuung. Sinnvoll für projektbasierte Arbeit (Audits, Setup, Consulting) oder bei sehr unregelmäßigem Betreuungsbedarf.

Für kontinuierliche Betreuung sind Pauschale oder prozentuale Modelle praktikabler.

Performance-basierte Vergütung

Bei diesem Modell hängt die Vergütung ganz oder teilweise von erzielten Ergebnissen ab.

Varianten:

  • Erfolgsbonus: Grundgebühr + Bonus bei Zielerreichung
  • Cost-per-Lead/Sale: Feste Vergütung pro generiertem Lead oder Verkauf
  • Reine Performance: Nur Vergütung bei messbarem Erfolg (sehr selten)

Beispiel:

  • Grundgebühr: 500 EUR/Monat
  • Bonus: 10% der Kosten-Einsparung vs. Baseline oder 5% des Mehr-Umsatzes

Vorteile:

  • Maximale Interessenübereinstimmung: Agentur verdient nur bei Ihrem Erfolg
  • Geringes Risiko: Bei Nicht-Erfolg zahlen Sie wenig oder nichts
  • Starker Anreiz: Agentur hochmotiviert, Ergebnisse zu liefern

Nachteile:

  • Schwierig fair zu strukturieren: Was ist "Erfolg"? Wie attributiert man ihn?
  • Externe Faktoren: Website-Qualität, Produktpreise, Marktlage beeinflussen Erfolg, aber Agentur hat darauf keinen Einfluss
  • Selten verfügbar: Viele Agenturen bieten es nicht an, da zu riskant
  • Mögliche Kurzfristigkeit: Fokus auf schnelle Wins statt langfristige Strategie

Für wen geeignet: Funktioniert am besten bei klaren, leicht messbaren KPIs (E-Commerce-Umsatz, Lead-Generierung) und wenn beide Seiten Risiko teilen wollen.

In der Praxis ist das Modell selten rein, sondern als Hybrid: Grundgebühr sichert Basis-Aufwand, Erfolgsbonus motiviert zu Top-Performance.

Hybridmodelle in der Praxis

Viele Agenturen kombinieren Elemente verschiedener Modelle:

Modell 1: Kleine Pauschale + Prozent

  • Beispiel: 300 EUR Grundgebühr + 8% vom Werbebudget
  • Sichert Agentur-Basis-Deckung, skaliert aber mit Budget

Modell 2: Pauschale + Performance-Bonus

  • Beispiel: 1.000 EUR fix + Bonus bei Übererfüllung vereinbarter KPIs
  • Kombiniert Planbarkeit mit Performance-Anreiz

Modell 3: Stundenkontingent

  • Beispiel: 1.200 EUR für 10 Stunden monatlich, weitere Stunden nach Bedarf
  • Bietet Grundbetreuung mit Flexibilität für Mehrbedarf

Hybridmodelle versuchen, Vorteile verschiedener Ansätze zu kombinieren. Sie können die optimale Lösung sein, erfordern aber klare vertragliche Regelung.

Kostenbeispiele nach Unternehmensgröße

Abstrakte Zahlen sind schwer greifbar. Konkrete Beispiele helfen bei der Einordnung.

Kleines Budget (500-1.500 EUR/Monat Werbebudget)

Szenario: Lokaler Dienstleister (Friseur, Handwerker, kleines Restaurant) mit regionalem Fokus.

Realistisches Setup:

  • Werbebudget: 1.000 EUR/Monat
  • Agenturgebühr: 400-600 EUR/Monat (Pauschale oder 15-20%)
  • Setup-Fee: 500-800 EUR einmalig
  • Gesamtinvestition Monat 1: 1.400-1.600 EUR
  • Laufende Investition: 1.400-1.600 EUR/Monat

Enthaltene Leistungen:

  • 1-2 Such-Kampagnen
  • Monatliche Optimierung
  • Basis-Reporting
  • E-Mail-Support

Anmerkungen: Bei sehr kleinen Budgets unter 1.000 EUR wird professionelle Agenturbetreuung schwierig. Alternativen: Freelancer (oft ab 300-400 EUR) oder Kampagnen selbst betreuen.

Mittleres Budget (1.500-5.000 EUR/Monat Werbebudget)

Szenario: Mittelständisches Unternehmen (Online-Shop, B2B-Dienstleister, regionale Kette) mit überregionaler Reichweite.

Realistisches Setup:

  • Werbebudget: 3.000 EUR/Monat
  • Agenturgebühr: 800-1.200 EUR/Monat (Pauschale oder 12-15%)
  • Setup-Fee: 1.000-1.500 EUR einmalig
  • Gesamtinvestition Monat 1: 4.800-5.700 EUR
  • Laufende Investition: 3.800-4.200 EUR/Monat

Enthaltene Leistungen:

  • Mehrere Kampagnen (Search, Shopping, Display)
  • Zweiwöchentliche bis wöchentliche Optimierung
  • Detailliertes monatliches Reporting
  • Telefon- und E-Mail-Support
  • Quartalsweise Strategiegespräche

Anmerkungen: Dies ist der Sweet Spot für viele KMU. Professionelle Betreuung ist wirtschaftlich darstellbar, Budget erlaubt aussagekräftige Tests und Optimierungen.

Größeres Budget (5.000-20.000 EUR/Monat Werbebudget)

Szenario: Etabliertes E-Commerce-Unternehmen oder größerer B2B-Anbieter mit nationaler oder internationaler Ausrichtung.

Realistisches Setup:

  • Werbebudget: 10.000 EUR/Monat
  • Agenturgebühr: 1.500-2.500 EUR/Monat (Pauschale oder 10-12%)
  • Setup-Fee: 2.000-3.000 EUR einmalig
  • Gesamtinvestition Monat 1: 13.500-15.500 EUR
  • Laufende Investition: 11.500-12.500 EUR/Monat

Enthaltene Leistungen:

  • Alle relevanten Kampagnentypen
  • Wöchentliche Optimierung
  • Dedizierter Account Manager
  • Custom Reporting Dashboards
  • Monatliche Strategy Calls
  • Priorisierter Support

Anmerkungen: Hier wird professionelles Management unverzichtbar. Die Komplexität und das Budget rechtfertigen spezialisierte Expertise. Oft arbeiten mehrere Personen am Account.

Enterprise-Betreuung

Szenario: Großer E-Commerce, nationale Kette, große B2B-Organisation mit 50.000+ EUR monatlichem Werbebudget.

Realistisches Setup:

  • Werbebudget: 50.000 EUR/Monat
  • Agenturgebühr: 4.000-8.000 EUR/Monat (meist Pauschale, selten noch prozentual)
  • Setup-Fee: 5.000-10.000 EUR einmalig
  • Gesamtinvestition Monat 1: 59.000-68.000 EUR
  • Laufende Investition: 54.000-58.000 EUR/Monat

Enthaltene Leistungen:

  • Dediziertes Team (Account Manager, Strategist, Analyst)
  • Tägliches Monitoring
  • Wöchentliche Reports und Calls
  • Strategische Beratung auf C-Level
  • Custom-Tool-Entwicklung
  • White-Glove-Service

Anmerkungen: Enterprise-Betreuung ist oft individuell verhandelt. Pauschalen sind hier fairer als Prozent-Modelle (10% von 50.000 EUR wären 5.000 EUR – oft mehr als der Aufwand rechtfertigt, selbst bei hoher Komplexität).

Versteckte Kosten erkennen

Nicht alle Kosten sind auf den ersten Blick sichtbar. Transparenz ist Qualitätsmerkmal seriöser Agenturen.

Setup-Gebühren und Einrichtungskosten

Die meisten Agenturen berechnen Setup-Fees, aber die Details variieren:

Typische Setup-Leistungen:

  • Strategieentwicklung
  • Keyword-Recherche
  • Kampagnen-Strukturierung
  • Anzeigenerstellung
  • Tracking-Implementierung
  • Initiale Einstellungen

Faire Setup-Fees:

  • Kleine Accounts: 500-1.000 EUR
  • Mittlere Accounts: 1.000-2.000 EUR
  • Große Accounts: 2.000-5.000 EUR

Red Flags:

  • Setup-Fee höher als 3 Monatsgebühren ist kritisch
  • "Setup-Fee" ohne klare Leistungsbeschreibung
  • Versteckte Setup-Kosten, die erst nach Vertragsunterzeichnung erwähnt werden

Fragen Sie konkret: "Was ist genau in der Setup-Fee enthalten? Wie viele Stunden Aufwand kalkulieren Sie? Was wird geliefert?"

Tool- und Software-Kosten

Manche Agenturen nutzen kostenpflichtige Tools und geben Kosten weiter:

Typische Tools:

  • Bid-Management-Plattformen (50-500 EUR/Monat)
  • Reporting-Tools (30-200 EUR/Monat)
  • Tracking-Software (50-300 EUR/Monat)
  • Konkurrenzanalyse-Tools (100-400 EUR/Monat)

Transparente Handhabung: Seriöse Agenturen kommunizieren Tool-Kosten offen:

  • "Unsere Gebühr enthält alle Tool-Kosten"
  • "Zusätzlich fallen 100 EUR monatlich für Drittanbieter-Tools an"

Intransparente Handhabung:

  • Tool-Kosten werden erst nach Monate erwähnt
  • Undurchsichtige "Technologiegebühr" ohne Erklärung
  • Überhöhte Weiterberechnung (Agentur zahlt 50 EUR, berechnet 200 EUR)

Fragen Sie: "Nutzen Sie kostenpflichtige Drittanbieter-Tools? Sind deren Kosten in Ihrer Gebühr enthalten oder kommen sie extra? Wenn extra: Wie viel genau?"

Vertragsfallen und Zusatzkosten

Lesen Sie Verträge sorgfältig. Typische Fallen:

Unklare Leistungsabgrenzung: "Kampagnenbetreuung" klingt klar, kann aber bedeuten:

  • Nur monatliche Review (minimal)
  • Wöchentliche Optimierung (standard)
  • Tägliches Monitoring (premium)

Fordern Sie klare Leistungsbeschreibung: Was ist enthalten, was kostet extra?

Automatische Verlängerung mit langer Kündigungsfrist: Vertrag verlängert sich automatisch um 12 Monate, Kündigungsfrist 3 Monate. Sie sind praktisch 15 Monate gebunden.

Versteckte Zusatzkosten:

  • "Sonderauswertungen" kosten extra
  • "Dringende Änderungen" außerhalb des monatlichen Kontingents kosten Aufpreis
  • "Landingpage-Optimierung" ist nicht enthalten, kostet 500 EUR extra

Änderungs- und Exit-Gebühren:

  • Gebühr für vorzeitige Kündigung
  • Kosten für Datenexport oder Kontoübergabe
  • "Deaktivierungsgebühr" bei Vertragsende

Checkliste: Diese Fragen vorher klären

Stellen Sie vor Vertragsunterzeichnung:

  1. "Welche Leistungen sind in der monatlichen Gebühr enthalten?"
  2. "Was kostet extra und wie viel?"
  3. "Gibt es eine Setup-Fee? Was ist darin enthalten?"
  4. "Fallen Tool-Kosten oder andere Zusatzkosten an?"
  5. "Wie lang ist die Mindestlaufzeit?"
  6. "Wie ist die Kündigungsfrist?"
  7. "Was passiert mit meinem Konto bei Vertragsende?"
  8. "Bleibe ich Eigentümer meines Google Ads Kontos?"
  9. "Fallen Kosten für Kontoübergabe oder Datenexport an?"
  10. "Gibt es Gebühren für vorzeitige Kündigung?"

Seriöse Agenturen beantworten alle Fragen klar und schriftlich. Ausweichende Antworten sind Red Flags.

Preis-Leistung richtig bewerten

Günstiger ist nicht immer besser. Teurer auch nicht automatisch hochwertig. Die Kunst liegt im richtigen Bewertungsrahmen.

ROI-Perspektive: Was ist günstig wirklich wert?

Bewerten Sie Agenturkosten nicht isoliert, sondern im Kontext der Ergebnisse.

Beispiel A: "Günstige" Agentur

  • Agenturgebühr: 400 EUR/Monat
  • Werbebudget: 3.000 EUR
  • Erzielte Conversions: 30
  • Cost per Acquisition: 113 EUR (3.400 EUR / 30)
  • Conversion-Rate: 2%

Beispiel B: "Teure" Agentur

  • Agenturgebühr: 900 EUR/Monat
  • Werbebudget: 3.000 EUR
  • Erzielte Conversions: 50
  • Cost per Acquisition: 78 EUR (3.900 EUR / 50)
  • Conversion-Rate: 3,3%

Beispiel B kostet 500 EUR mehr, liefert aber 20 zusätzliche Conversions bei 35 EUR niedrigerem CPA. Über 12 Monate: 240 zusätzliche Conversions. Wenn ein Kunde im Schnitt 200 EUR Gewinn bringt, ist das 48.000 EUR Mehrwert – für 6.000 EUR Mehrkosten.

Die "teure" Agentur ist in Wahrheit dramatisch günstiger.

Fazit: Bewerten Sie nicht Gebühr isoliert, sondern Return on Investment berechnen. Günstige Agenturkosten bei mieser Performance sind teuer. Hohe Gebühren bei exzellenten Ergebnissen sind günstig.

Qualitätsindikatoren jenseits des Preises

Woran erkennen Sie, ob der Preis gerechtfertigt ist?

Erfahrung und Expertise: Wie lange ist die Agentur im Geschäft? Welche Zertifikate haben die Mitarbeiter? Wie viele Kunden betreuen sie?

Referenzen und Case Studies: Kann die Agentur konkrete Erfolgsgeschichten mit Zahlen vorweisen? Am besten aus Ihrer Branche?

Transparenz: Erklärt die Agentur offen, was sie tut? Haben Sie jederzeit Einblick ins Konto? Wie detailliert ist das Reporting?

Kommunikation: Wie schnell antwortet die Agentur? Ist ein dedizierter Ansprechpartner vorhanden? Fühlt sich die Kommunikation gut an?

Prozesse: Hat die Agentur klare, dokumentierte Prozesse? Oder wirkt alles ad-hoc?

Diese Qualitätsfaktoren rechtfertigen Preisunterschiede. Eine Agentur mit 10 Jahren Erfahrung, klaren Prozessen und nachweislichen Erfolgen darf mehr kosten als eine frisch gegründete ohne Referenzen.

Die wahren Kosten von Billiganbietern

Spottbillige Angebote ("Google Ads Betreuung ab 199 EUR!") sind verlockend, aber oft trügerisch:

Was fehlt bei Billiganbietern:

  • Individuelle Betreuung (standardisierte Prozesse für alle)
  • Ausreichend Zeit pro Kunde (10 Minuten statt 10 Stunden monatlich)
  • Erfahrene Experten (oft Junioren oder Offshore-Teams)
  • Strategisches Denken (nur operative Routineaufgaben)
  • Proaktive Optimierung (reaktiv wenn überhaupt)

Wahre Kosten:

  • Verschwendetes Werbebudget durch schlechte Optimierung
  • Verpasste Chancen und Potenziale
  • Zeit für Qualitätskontrolle und Nacharbeit
  • Notwendiger Agenturwechsel nach frustrierenden Monaten

Eine 200-EUR-Agentur, die 1.000 EUR monatlich durch ineffiziente Kampagnen verschwendet, ist teurer als eine 1.000-EUR-Agentur, die 2.000 EUR durch Optimierung einspart.

Faustregel: Bei Angeboten deutlich unter Marktpreis (>30% günstiger als Durchschnitt) seien Sie skeptisch. Fragen Sie konkret, wie sich der niedrige Preis erklärt.

FAQ: Google Ads Agentur Kosten

Gibt es eine Mindestlaufzeit?

Die meisten Agenturen arbeiten mit Mindestlaufzeiten von 3-6 Monaten. Das hat nachvollziehbare Gründe:

Google Ads braucht Zeit zum Lernen. Kampagnen-Performance stabilisiert sich erst nach 4-8 Wochen. Kürzere Laufzeiten erlauben kaum aussagekräftige Optimierung.

Setup-Invest muss sich amortisieren. Wenn Agenturen 10-20 Stunden in initiales Setup investieren, wollen sie sicherstellen, dass die Zusammenarbeit mindestens einige Monate läuft.

Üblich:

  • 3 Monate Mindestlaufzeit (fair)
  • 6 Monate Mindestlaufzeit (noch okay)
  • 12+ Monate (kritisch hinterfragen)

Nach der Mindestlaufzeit sind 1-3 Monate Kündigungsfrist standard.

Agenturen ohne jegliche Mindestlaufzeit sind selten, können aber ein Zeichen großen Vertrauens in eigene Leistung sein.

Was ist im Preis enthalten?

Das variiert stark. Klären Sie vorab:

Typischerweise enthalten:

  • Kampagnenbetreuung und -optimierung
  • Monatliches Reporting
  • E-Mail/Telefon-Support
  • Strategische Beratung (bei höheren Service-Leveln)

Oft extra:

  • Setup-Fee (einmalig)
  • Landingpage-Optimierung
  • Grafik-Erstellung für Display-Anzeigen
  • Video-Produktion für YouTube-Kampagnen
  • Umfangreiche Custom-Reports
  • Dringende Sonderanfragen außer der Reihe

Fordern Sie eine schriftliche Leistungsbeschreibung. Seriöse Agenturen haben Standard-Leistungspakete dokumentiert.

Kann ich Kosten steuerlich absetzen?

Ja, Agenturkosten sind Betriebsausgaben und voll absetzbar. Das gilt für:

  • Monatliche Betreuungsgebühren
  • Setup-Fees
  • Consulting-Kosten
  • Tool-Kosten

Fordern Sie ordnungsgemäße Rechnungen mit Leistungsbeschreibung und Ihrer Steuernummer. Bewahren Sie diese für Ihre Buchhaltung auf.

Das Werbebudget selbst ist natürlich auch steuerlich absetzbar (separate Rechnungen von Google).

Wie verhandle ich bessere Konditionen?

Einige Hebel für Preisverhandlungen:

Längere Laufzeit: "Wenn ich mich für 12 Monate binde, gibt es einen Rabatt?" Viele Agenturen gewähren 10-20% bei Jahresvertrag.

Mehrere Leistungen bündeln: Wenn Sie neben Google Ads auch SEO, Social Ads oder Content wollen, ist ein Paketpreis oft günstiger.

Größeres Budget in Aussicht: "Wir starten mit 3.000 EUR Budget, planen aber auf 10.000 EUR zu skalieren." Agenturen kalkulieren zukünftiges Potenzial mit ein.

Gegenleistung anbieten: "Wir erlauben Ihnen, uns als Case Study zu nutzen, wenn Sie dafür Rabatt geben."

Transparenz über Alternativen: "Konkurrenz X bietet ähnliches für Y EUR. Können Sie da mithalten?" Wirkt nur, wenn wahr und seriös kommuniziert.

Zeitpunkt: Zum Jahresende oder Quartalsende haben manche Agenturen Vertriebsziele zu erfüllen und sind verhandlungsbereiter.

Aber: Agenturen mit klaren, fairen Preisen verhandeln wenig. Extreme Rabatte sollten Sie sogar misstrauisch machen.

Fazit: Faire Preise erkennen und zahlen

Google Ads Agenturkosten bewegen sich in Deutschland typischerweise zwischen 400 und 3.000 EUR monatlich für die meisten KMU. Die genaue Höhe hängt ab von Budget-Größe, Komplexität und Service-Level.

Preistransparenz ist Qualitätsmerkmal. Seriöse Agenturen kommunizieren offen alle Kosten: Monatliche Gebühr, Setup-Fee, Zusatzkosten, Mindestlaufzeit. Versteckte Kosten oder schwammige Formulierungen sind Red Flags.

Bewerten Sie Preis nie isoliert, sondern im Kontext der Leistung. Eine "teure" Agentur, die Ihre Performance verdoppelt, ist günstiger als eine "billige", die Budget verschwendet. Rechnen Sie ROI, nicht nur Kosten.

Bei der Google Ads Agentur beauftragen geht es um Investition, nicht Ausgabe. Die richtige Agentur zu fairen Preisen zahlt sich mehrfach aus. Die falsche Agentur ist bei jedem Preis zu teuer.

Bei Adkontakt bieten wir transparente Preise ab 299 EUR monatlich für kleine Accounts, mit klaren Leistungspaketen ohne versteckte Kosten. Keine Mindestlaufzeit nach den ersten drei Monaten, jederzeit vollständiger Kontozugriff für Sie. Fordern Sie ein unverbindliches Angebot an – inklusive detaillierter Leistungsbeschreibung.

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