Was ist Google Ads? Der komplette Leitfaden 2026
Zuletzt aktualisiert: Januar 2026
Sie möchten online neue Kunden gewinnen und fragen sich, ob Google Ads das richtige Werkzeug für Ihr Unternehmen ist? In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie alles, was Sie über Google Ads wissen müssen – von den Grundlagen über die verschiedenen Kampagnentypen bis hin zu praktischen Tipps für den erfolgreichen Start.
Was Sie in diesem Artikel lernen: ✓ Was Google Ads ist und wie es funktioniert ✓ Alle Kampagnentypen im Überblick ✓ Realistische Kosten und Budgets ✓ Schritt-für-Schritt Anleitung zum Start ✓ Typische Anfängerfehler vermeiden
Was ist Google Ads?
Google Ads ist die Werbeplattform von Google, mit der Unternehmen jeder Größe Anzeigen in den Google-Suchergebnissen, auf YouTube, in Apps und auf Millionen von Websites im Internet schalten können. Die Plattform ermöglicht es Ihnen, potenzielle Kunden genau dann zu erreichen, wenn sie aktiv nach Ihren Produkten oder Dienstleistungen suchen.
Mit einem Marktanteil von 91,4% in Deutschland (StatCounter 2026) ist Google die mit Abstand wichtigste Suchmaschine. Das bedeutet: Wer online gefunden werden will, kommt an Google Ads praktisch nicht vorbei.
Definition und Funktionsweise
Google Ads basiert auf einem Auktionssystem, bei dem Werbetreibende auf bestimmte Keywords (Suchbegriffe) bieten. Wenn ein Nutzer eine Suchanfrage bei Google eingibt, findet in Millisekunden eine Auktion statt, die entscheidet, welche Anzeigen erscheinen und in welcher Reihenfolge.
Das Besondere: Sie zahlen nur, wenn jemand tatsächlich auf Ihre Anzeige klickt (Cost-per-Click, CPC). Ein bloßes Erscheinen Ihrer Anzeige ist kostenfrei. Dieses Modell macht Google Ads besonders attraktiv für Unternehmen mit begrenztem Marketingbudget.
Das Auktionsprinzip
Bei jeder Suchanfrage führt Google eine Echtzeitauktion durch. Dabei werden nicht nur die Gebote der Werbetreibenden berücksichtigt, sondern auch die Qualität und Relevanz der Anzeigen. Ein höheres Gebot garantiert daher nicht automatisch die beste Position. Google möchte sicherstellen, dass Nutzer relevante und hilfreiche Anzeigen sehen.
Die Auktion berücksichtigt drei Hauptfaktoren: Ihr maximales Gebot (wie viel Sie bereit sind zu zahlen), den Qualitätsfaktor Ihrer Anzeige und die erwartete Auswirkung von Anzeigenerweiterungen und anderen Anzeigenformaten.
Qualitätsfaktor erklärt
Der Qualitätsfaktor ist eine Bewertung von 1 bis 10, die Google jeder Ihrer Anzeigen zuweist. Er basiert auf der erwarteten Klickrate, der Anzeigenrelevanz und der Qualität Ihrer Zielseite. Ein hoher Qualitätsfaktor senkt Ihre tatsächlichen Kosten pro Klick und verbessert Ihre Anzeigenposition.
In der Praxis bedeutet das: Relevante, gut geschriebene Anzeigen, die auf optimierte Landingpages führen, zahlen weniger pro Klick als irrelevante Anzeigen mit hohen Geboten. Google belohnt Qualität.
Geschichte: Von AdWords zu Google Ads
Google Ads hieß bis Juli 2018 "Google AdWords". Die Umbenennung war mehr als nur kosmetisch – sie spiegelte die Entwicklung von einer reinen Keyword-Werbeplattform zu einem umfassenden Online-Marketing-System wider, das Such-, Display-, Video- und Shopping-Anzeigen unter einem Dach vereint.
Für Sie als Nutzer bedeutet das: Wenn Sie von "AdWords" hören oder lesen, ist heute "Google Ads" gemeint. Die Plattform funktioniert im Kern gleich, bietet aber deutlich mehr Möglichkeiten als das ursprüngliche AdWords-System aus dem Jahr 2000.
Google Ads vs. organische Suche (SEO)
Ein häufiges Missverständnis: Google Ads ist nicht das Gleiche wie Suchmaschinenoptimierung (SEO). SEO zielt darauf ab, Ihre Website in den organischen (unbezahlten) Suchergebnissen nach oben zu bringen. Google Ads platziert Ihre Anzeigen oberhalb oder neben diesen organischen Ergebnissen.
| Kriterium | Google Ads | SEO | |-----------|-----------|-----| | Geschwindigkeit | Sofortige Ergebnisse | 3-6 Monate | | Kosten | Bezahlung pro Klick | Zeitinvestition + Ressourcen | | Position | Garantiert sichtbar (bei Budget) | Abhängig von Rankings | | Kontrolle | Vollständige Kontrolle | Begrenzte Kontrolle | | Nachhaltigkeit | Endet mit Budget | Langfristige Wirkung |
Beide Ansätze haben ihre Berechtigung. Viele erfolgreiche Unternehmen nutzen Google Ads für sofortige Sichtbarkeit, während sie parallel an ihrem SEO arbeiten.
Wie funktioniert Google Ads?
Google Ads funktioniert nach einem Pay-per-Click-Modell: Sie erstellen Anzeigen, wählen Keywords aus, auf die Sie bieten möchten, und legen ein Budget fest. Wenn Nutzer nach Ihren Keywords suchen und auf Ihre Anzeige klicken, zahlen Sie den vereinbarten Klickpreis.
Der Prozess läuft in mehreren Schritten ab: Zunächst erstellen Sie eine Kampagne und legen fest, welches Ziel Sie erreichen möchten (z.B. Website-Besuche, Anrufe oder Verkäufe). Dann wählen Sie Ihre Keywords, erstellen ansprechende Anzeigentexte und definieren Ihre Zielgruppe. Google zeigt Ihre Anzeigen dann den relevanten Nutzern.
Das Gebotsystem verstehen
Bei Google Ads bieten Sie auf Keywords – nicht auf Anzeigenpositionen. Sie legen fest, wie viel Sie maximal für einen Klick auf Ihre Anzeige zahlen möchten. Dieses "maximale CPC-Gebot" ist Ihre Obergrenze, nicht der Preis, den Sie tatsächlich zahlen.
Google verwendet ein Second-Price-Auktionssystem: Sie zahlen nur den Betrag, der nötig ist, um Ihre Position zu halten – oft deutlich weniger als Ihr maximales Gebot. Wenn Ihr maximales Gebot beispielsweise 2 EUR beträgt und der nächsthöhere Bieter nur 1,20 EUR bietet, zahlen Sie möglicherweise nur 1,21 EUR.
Es gibt verschiedene Gebotsstrategien: Manuelle Gebote (Sie legen jeden CPC selbst fest), automatische Gebote (Google optimiert für Ihr Ziel) und intelligente Gebote (KI-gestützte Optimierung). Für Einsteiger empfehlen wir, mit automatischen Geboten zu starten und später zu manuellen Geboten zu wechseln, wenn Sie mehr Erfahrung haben.
Anzeigenrang und Positionierung
Ihre Anzeigenposition wird nicht nur durch Ihr Gebot bestimmt, sondern durch den Anzeigenrang. Dieser berechnet sich aus Ihrem Gebot multipliziert mit Ihrem Qualitätsfaktor plus der erwarteten Auswirkung von Anzeigenerweiterungen.
Formel: Anzeigenrang = Gebot × Qualitätsfaktor + Anzeigenerweiterungen
Das bedeutet: Eine relevante Anzeige mit einem Gebot von 1 EUR und einem Qualitätsfaktor von 8 kann eine Position vor einer Anzeige mit 2 EUR Gebot und Qualitätsfaktor 3 erhalten. Qualität schlägt oft Budget.
Bezahlmodelle: CPC, CPM, CPA
Google Ads bietet verschiedene Bezahlmodelle, abhängig von Ihren Kampagnenzielen:
CPC (Cost-per-Click): Sie zahlen nur, wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt. Dies ist das Standardmodell für Suchnetzwerk-Kampagnen. Der durchschnittliche CPC in Deutschland liegt zwischen 0,50 und 2,50 EUR, variiert aber stark nach Branche und Keyword.
CPM (Cost-per-Mille): Sie zahlen pro 1.000 Einblendungen Ihrer Anzeige. Dieses Modell eignet sich vor allem für Branding-Kampagnen im Display-Netzwerk, wo Sichtbarkeit wichtiger ist als direkte Klicks.
CPA (Cost-per-Acquisition): Sie zahlen für eine konkrete Handlung (z.B. einen Kauf oder eine Anmeldung). Technisch gesehen zahlen Sie immer noch pro Klick, aber Google optimiert Ihre Gebote automatisch, um einen bestimmten CPA zu erreichen.
Google Ads Kampagnentypen im Überblick
Google Ads bietet verschiedene Kampagnentypen, die jeweils unterschiedliche Werbeziele und Platzierungen bedienen. Die Wahl des richtigen Typs hängt von Ihrem Geschäftsmodell, Ihren Zielen und Ihrer Zielgruppe ab.
Suchnetzwerk-Kampagnen
Suchnetzwerk-Kampagnen sind der Klassiker: Ihre Textanzeigen erscheinen direkt in den Google-Suchergebnissen, wenn Nutzer nach Ihren Keywords suchen. Diese Kampagnen haben die höchste Kaufabsicht, da die Nutzer aktiv nach etwas suchen.
Die durchschnittliche Klickrate (CTR) im Suchnetzwerk liegt bei 3,17%, was deutlich höher ist als bei anderen Werbeformen. Suchnetzwerk-Kampagnen eignen sich besonders für Unternehmen, die Leads generieren oder direkte Verkäufe erzielen möchten.
Display-Kampagnen
Display-Kampagnen zeigen visuelle Anzeigen (Bilder, Banner, Videos) auf über 2 Millionen Websites, Apps und Google-Plattformen wie Gmail und YouTube. Sie erreichen damit über 90% aller Internetnutzer weltweit.
Display-Kampagnen eignen sich hervorragend für Branding, Remarketing (Nutzer zurückholen, die Ihre Website besucht haben) und das Erreichen von Nutzern in der frühen Kaufphase. Die CTR ist mit durchschnittlich 0,46% niedriger als im Suchnetzwerk, dafür sind die Klickpreise oft günstiger.
Shopping-Kampagnen
Shopping-Kampagnen sind speziell für E-Commerce konzipiert. Sie zeigen Produktbilder, Preise und Ihren Shop-Namen direkt in den Suchergebnissen an. Diese Anzeigen erscheinen oft prominent über den Textanzeigen.
Für Shopping-Kampagnen benötigen Sie ein Google Merchant Center-Konto, in dem Sie Ihren Produktkatalog hochladen. Google zieht dann automatisch die relevanten Produkte für Suchanfragen und erstellt die Anzeigen. Die Conversion-Rate ist oft höher als bei Textanzeigen, da Nutzer schon vor dem Klick den Preis sehen.
Video-Kampagnen (YouTube)
Video-Kampagnen laufen auf YouTube und im Google Display-Netzwerk. Sie können zwischen verschiedenen Formaten wählen: überspringbare In-Stream-Anzeigen (können nach 5 Sekunden übersprungen werden), nicht überspringbare Anzeigen (15-20 Sekunden) oder Bumper-Anzeigen (6 Sekunden).
Mit über 2 Milliarden monatlich aktiven Nutzern ist YouTube nach Google die zweitgrößte Suchmaschine. Video-Anzeigen eignen sich besonders für Markenaufbau, Produktdemonstrationen und das Erreichen jüngerer Zielgruppen.
Performance Max Kampagnen
Performance Max ist der neueste Kampagnentyp (vollständig ausgerollt seit 2022) und nutzt Googles KI, um Ihre Anzeigen automatisch über alle Google-Plattformen hinweg auszuspielen – Suche, Display, YouTube, Gmail, Discover und Maps.
Sie geben Google lediglich Ihre Assets (Überschriften, Beschreibungen, Bilder, Videos) und Ihr Ziel vor. Die KI entscheidet dann automatisch, wann, wo und wie Ihre Anzeigen ausgespielt werden. Performance Max eignet sich besonders für Werbetreibende, die maximale Reichweite bei gleichzeitiger Conversion-Optimierung wünschen.
Vorteile von Google Ads
Google Ads bietet Unternehmen einzigartige Vorteile gegenüber traditionellen Werbeformen. Die Kombination aus Reichweite, Präzision und Messbarkeit macht die Plattform zu einem der effektivsten Marketing-Kanäle.
Sofortige Sichtbarkeit
Im Gegensatz zu SEO, das Monate dauern kann, liefert Google Ads sofortige Ergebnisse. Ihre Anzeigen können innerhalb von Stunden nach der Aktivierung Klicks und Conversions generieren. Diese Geschwindigkeit ist besonders wertvoll für neue Unternehmen, Produktlaunches oder zeitkritische Kampagnen.
Sie kontrollieren zudem, wann Ihre Anzeigen erscheinen. Möchten Sie nur zu Geschäftszeiten werben? Oder gezielt am Wochenende? Mit Google Ads können Sie Ihre Anzeigenschaltung präzise steuern und pausieren oder starten, wann immer Sie möchten.
Präzises Targeting
Google Ads ermöglicht extrem präzises Targeting. Sie können Ihre Anzeigen ausrichten nach:
- Keywords: Nur Nutzer erreichen, die nach bestimmten Begriffen suchen
- Standort: Vom Umkreis um Ihr Geschäft bis zu bestimmten Ländern
- Sprache: Nutzer in ihrer bevorzugten Sprache ansprechen
- Geräte: Gezielt auf Desktop, Tablet oder Smartphone werben
- Tageszeit: Anzeigen nur zu bestimmten Uhrzeiten schalten
- Demografie: Nach Alter, Geschlecht, Haushaltseinkommen filtern
- Interessen: Nutzer basierend auf ihren Interessen und Verhaltensweisen erreichen
Diese Präzision minimiert Streuverluste und maximiert die Effizienz Ihres Budgets.
Messbare Ergebnisse
Jeder Aspekt Ihrer Google Ads Kampagnen ist messbar. Sie sehen in Echtzeit, wie viele Impressionen Ihre Anzeigen erhalten, wie viele Klicks sie generieren, was jeder Klick kostet und – mit richtigem Tracking – wie viele Verkäufe oder Anfragen daraus resultieren.
Diese Transparenz ermöglicht datengetriebene Entscheidungen. Sie können genau berechnen, welche Keywords, Anzeigen und Kampagnen profitabel sind und welche optimiert oder pausiert werden sollten. Die durchschnittliche Conversion-Rate über alle Branchen hinweg liegt bei 3,75%, variiert aber erheblich nach Industrie.
Skalierbarkeit
Google Ads wächst mit Ihrem Unternehmen. Sie können mit einem Budget von 10 EUR pro Tag starten und bei Erfolg auf Hunderte oder Tausende Euro skalieren. Die Plattform funktioniert sowohl für lokale Einzelhändler als auch für internationale Konzerne – 80% der Fortune-500-Unternehmen nutzen Google Ads.
Sie haben volle Kostenkontrolle: Legen Sie ein Tagesbudget fest, das nie überschritten wird. Wenn Ihre Kampagne gut läuft, erhöhen Sie das Budget. Läuft sie schlecht, pausieren Sie sie ohne Kündigungsfristen oder Mindestlaufzeiten.
Für wen eignet sich Google Ads?
Google Ads ist nicht für jedes Unternehmen die beste Lösung, aber die Plattform bietet für eine breite Palette von Geschäftsmodellen erheblichen Mehrwert. Entscheidend ist, dass Ihre Zielgruppe Google nutzt, um nach Ihren Produkten oder Dienstleistungen zu suchen.
Kleine und mittlere Unternehmen
KMUs profitieren besonders von Google Ads, da die Plattform mit jedem Budget funktioniert und keine langfristigen Verträge erfordert. Ein lokales Unternehmen kann mit 300-500 EUR monatlichem Budget bereits signifikante Ergebnisse erzielen.
Die Präzision des Targetings ermöglicht es kleineren Unternehmen, mit größeren Konkurrenten zu konkurrieren, ohne deren Budgets zu haben. Ein lokaler Handwerksbetrieb kann beispielsweise gezielt auf seinen 20km-Umkreis werben und nur dann, wenn tatsächlich Bedarf besteht.
Aus unserer Erfahrung: Viele KMUs unterschätzen das Potenzial von Google Ads oder schrecken vor der vermeintlichen Komplexität zurück. Tatsächlich lassen sich mit strukturiertem Vorgehen und kontinuierlicher Optimierung auch mit kleinen Budgets profitable Kampagnen aufbauen.
E-Commerce und Online-Shops
Für Online-Händler ist Google Ads oft der profitabelste Marketingkanal. Shopping-Kampagnen zeigen Ihre Produkte mit Bild, Preis und Bewertungen direkt in den Suchergebnissen – genau dann, wenn Nutzer kaufbereit sind.
Die Messbarkeit ist im E-Commerce besonders wertvoll: Sie können den genauen ROAS (Return on Ad Spend) jedes Keywords und jeder Produktkategorie berechnen. Viele erfolgreiche Online-Shops generieren 30-50% ihres Traffics über Google Ads.
Lokale Dienstleister
Handwerker, Ärzte, Anwälte, Restaurants und andere lokale Dienstleister profitieren von Google Ads' lokalen Targeting-Optionen. Mit lokalen Suchanzeigen erscheinen Sie auf Google Maps und können Standort-Erweiterungen nutzen, die Ihre Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten direkt in der Anzeige zeigen.
Besonders effektiv: Kampagnen für mobile Nutzer mit Click-to-Call-Anzeigen, die es Interessenten ermöglichen, Sie mit einem Klick anzurufen. Für Notfalldienste (Schlüsseldienst, Rohrreinigung, etc.) ist Google Ads oft die effektivste Kundenakquise-Methode.
Google Ads einrichten: Erste Schritte
Der Einstieg in Google Ads ist einfacher, als viele denken. Mit der richtigen Vorbereitung und einem strukturierten Vorgehen können Sie Ihre erste Kampagne in weniger als einer Stunde live schalten.
Konto erstellen
Besuchen Sie ads.google.com und klicken Sie auf "Jetzt starten". Sie benötigen ein Google-Konto – verwenden Sie idealerweise ein geschäftliches Google-Konto, nicht Ihr privates.
Google führt Sie durch einen Einrichtungsassistenten. Sie werden gebeten, grundlegende Informationen anzugeben: Ihr Geschäftsziel (z.B. Website-Besuche, Anrufe, Ladenbesuche), Ihre Website-URL und Ihre Zielgruppe (Standort und Sprache).
Wichtiger Tipp: Sie können den vereinfachten Einrichtungsmodus überspringen und direkt zum Expertenmodus wechseln, indem Sie unten auf "Zum Expertenmodus wechseln" klicken. Dies gibt Ihnen von Anfang an mehr Kontrolle über Ihre Kampagnen.
Legen Sie Ihre Rechnungsinformationen an. Sie zahlen erst, wenn Ihre Anzeigen Klicks generieren. Google berechnet automatisch, wenn Sie einen bestimmten Schwellenwert erreichen (z.B. 50 EUR) oder am Ende des Monats – je nachdem, was zuerst eintritt.
Erste Kampagne anlegen
Wählen Sie zunächst Ihr Kampagnenziel. Für den Anfang empfehlen wir "Website-Traffic" oder "Leads". Diese Ziele geben Ihnen genug Kontrolle, ohne zu komplex zu sein.
Wählen Sie als Kampagnentyp "Suchnetzwerk" – das ist der einfachste Einstieg. Legen Sie fest, wo Ihre Anzeigen erscheinen sollen (z.B. "Deutschland" oder "München und 30km Umkreis") und in welcher Sprache (Deutsch).
Budget festlegen: Starten Sie konservativ. Ein Tagesbudget von 10-20 EUR reicht für erste Tests. Sie können es jederzeit erhöhen. Google zeigt Ihnen Prognosen, wie viele Klicks Sie mit diesem Budget erwarten können.
Keywords auswählen: Überlegen Sie, wonach Ihre Kunden suchen würden. Nutzen Sie den Google Keyword Planner (unter "Tools & Einstellungen") um relevante Keywords zu finden und deren Suchvolumen zu prüfen. Starten Sie mit 10-20 Keywords.
Anzeigen erstellen: Schreiben Sie mindestens 3 verschiedene Anzeigentexte. Google testet automatisch, welche am besten performen. Ihre Anzeige besteht aus:
- Bis zu 15 Überschriften (je max. 30 Zeichen)
- Bis zu 4 Beschreibungen (je max. 90 Zeichen)
- Ihrer finalen URL (Zielseite)
Pro-Tipp: Verwenden Sie Ihr Hauptkeyword in mindestens einer Überschrift. Fügen Sie einen klaren Call-to-Action hinzu ("Jetzt anrufen", "Kostenlos testen", "Angebot anfordern").
Häufige Anfängerfehler vermeiden
Fehler 1: Zu breite Keywords wählen Anfänger wählen oft sehr allgemeine Keywords wie "Schuhe" statt spezifischer Begriffe wie "Laufschuhe Herren Nike". Breite Keywords verschwenden Budget durch irrelevante Klicks. Starten Sie spezifisch.
Fehler 2: Keine Conversion-Tracking einrichten Ohne Tracking wissen Sie nicht, welche Kampagnen tatsächlich zu Verkäufen oder Anfragen führen. Richten Sie das Conversion-Tracking unbedingt vor dem Start ein. Google Analytics kann dabei helfen.
Fehler 3: "Breite Übereinstimmung" für alles nutzen Die Standard-Keyword-Option "Breite Übereinstimmung" zeigt Ihre Anzeigen für viele verwandte Suchanfragen – oft zu viele. Nutzen Sie stattdessen "Passende Wortgruppe" [in eckigen Klammern] oder "Genau passend" [in geschweiften Klammern] für mehr Kontrolle.
Fehler 4: Anzeigen auf Suchnetzwerk UND Display-Netzwerk Google schlägt oft vor, beide Netzwerke gleichzeitig zu nutzen. Das ist für Anfänger nicht empfehlenswert, da die Netzwerke unterschiedliche Strategien erfordern. Starten Sie nur mit dem Suchnetzwerk.
Fehler 5: Nach 3 Tagen aufgeben Google Ads braucht Zeit. Die Algorithmen benötigen Daten, um zu lernen und zu optimieren. Geben Sie Ihrer Kampagne mindestens 2-4 Wochen Zeit und sammeln Sie mindestens 100 Klicks, bevor Sie größere Änderungen vornehmen.
Häufige Fragen zu Google Ads (FAQ)
Wie viel Budget brauche ich für Google Ads? Es gibt kein Mindestbudget. Technisch können Sie mit 1 EUR pro Tag starten. Realistisch sollten Sie für sinnvolle Tests mindestens 300-500 EUR pro Monat einplanen. Das Budget hängt stark von Ihrer Branche und Ihren Keywords ab. Lokale Dienstleister kommen oft mit 500-1.000 EUR/Monat aus, während E-Commerce-Shops häufig 2.000-5.000 EUR+ investieren.
Wie lange dauert es, bis Google Ads wirkt? Ihre Anzeigen können innerhalb von Stunden live sein und die ersten Klicks generieren. Bis Sie jedoch aussagekräftige Daten haben und Ihre Kampagnen optimieren können, sollten Sie 2-4 Wochen einplanen. Profitabilität stellt sich oft nach 1-3 Monaten kontinuierlicher Optimierung ein.
Kann ich Google Ads mit kleinem Budget betreiben? Ja. Google Ads ist skalierbar und funktioniert auch mit kleinen Budgets. Der Schlüssel ist fokussiertes Targeting: Konzentrieren Sie sich auf hochspezifische Keywords, einen begrenzten geografischen Bereich und eine klare Zielgruppe. Mit 10-20 EUR pro Tag können Sie durchaus Ergebnisse erzielen, besonders in Nischenmärkten.
Brauche ich eine Agentur für Google Ads? Nicht zwingend. Viele Unternehmen starten erfolgreich selbst mit Google Ads. Eine Agentur oder ein Freelancer lohnt sich, wenn Ihnen die Zeit, das Fachwissen oder die Lust fehlt, sich tief einzuarbeiten. Für monatliche Budgets über 2.000-3.000 EUR ist professionelle Betreuung oft rentabel.
Was ist ein guter ROAS bei Google Ads? ROAS (Return on Ad Spend) misst, wie viel Umsatz Sie pro ausgegebenem Werbe-Euro generieren. Ein ROAS von 4:1 (4 EUR Umsatz pro 1 EUR Werbeausgaben) gilt als solide. E-Commerce strebt oft 3:1 bis 5:1 an, während Dienstleister mit höheren Margen auch 2:1 profitabel sein können. Wichtig ist, dass der ROAS über Ihrem Break-Even liegt.
Funktioniert Google Ads in jeder Branche? Fast jede Branche kann von Google Ads profitieren, solange Menschen online nach den entsprechenden Produkten oder Dienstleistungen suchen. Einschränkungen gibt es für regulierte Branchen (Medizin, Finanzdienstleistungen) und bestimmte Produkte (Tabak, Waffen). Prüfen Sie Googles Richtlinien für Ihre Branche.
Was passiert, wenn ich mein Budget aufbrauche? Ihre Anzeigen werden automatisch gestoppt, bis zum nächsten Tag oder bis Sie Ihr Budget erhöhen. Sie können niemals mehr ausgeben, als Ihr festgelegtes Tagesbudget (multipliziert mit den Tagen im Monat). Google kann an einzelnen Tagen bis zu 2x Ihr Tagesbudget ausgeben, gleicht das aber über den Monat aus.
Wie unterscheidet sich Google Ads von Facebook Ads? Google Ads erreicht Nutzer mit aktiver Kaufabsicht ("pull marketing"), während Facebook Ads Menschen ansprechen, die gerade nicht aktiv suchen ("push marketing"). Google Ads eignet sich besser für direkte Response und Conversions, Facebook Ads für Branding und das Erreichen kalter Zielgruppen. Viele Unternehmen nutzen beide Plattformen komplementär.
Fazit und nächste Schritte
Google Ads ist eine leistungsstarke Werbeplattform, die Unternehmen jeder Größe ermöglicht, genau dann präsent zu sein, wenn potenzielle Kunden nach ihren Produkten oder Dienstleistungen suchen. Die Kombination aus Reichweite, Präzision und Messbarkeit macht Google Ads zu einem der effektivsten digitalen Marketingkanäle.
Der Einstieg ist einfacher, als viele denken: Mit einem klaren Ziel, einem realistischen Budget und der Bereitschaft zu lernen und zu optimieren, können Sie innerhalb weniger Wochen profitable Kampagnen aufbauen.
Ihre nächsten Schritte:
- Erstellen Sie ein Google Ads Konto und machen Sie sich mit der Oberfläche vertraut
- Definieren Sie Ihr Ziel: Was möchten Sie erreichen? Mehr Website-Besuche, Anrufe, Käufe?
- Recherchieren Sie Keywords mit dem kostenlosen Google Keyword Planner
- Erstellen Sie Ihre erste Kampagne mit einem konservativen Budget von 10-20 EUR/Tag
- Richten Sie Conversion-Tracking ein, um Erfolge zu messen
- Optimieren Sie kontinuierlich basierend auf Ihren Daten
Wenn Sie unsicher sind, ob Sie Google Ads selbst verwalten möchten, oder wenn Sie bereits Kampagnen laufen haben, die nicht die gewünschten Ergebnisse liefern, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein. Eine fundierte Analyse Ihrer aktuellen Situation kann oft schnell Potenziale aufdecken.
Bereit für den Start? Lesen Sie als Nächstes unseren detaillierten Google Ads Tutorial, der Sie Schritt für Schritt durch die Erstellung Ihrer ersten Kampagne führt. Oder lernen Sie mehr über Google Ads Kosten und wie Sie Ihr Budget optimal einsetzen.
Haben Sie bereits Erfahrung mit Google Ads? Dann entdecken Sie unseren Guide zur Kampagnenoptimierung für fortgeschrittene Strategien und Taktiken.
Über den Autor: Dieser Leitfaden wurde von Adkontakt erstellt, Ihrem Google Partner für professionelle Google Ads Verwaltung. Mit über 500 betreuten Kampagnen und 10+ Jahren Erfahrung helfen wir Unternehmen, mehr aus ihrem Werbebudget herauszuholen.
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