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Keyword Recherche für Google Ads: Schritt-für-Schritt Anleitung

Keywords18 Min. LesezeitVon Enrico Kunz

Keyword Recherche für Google Ads: Schritt-für-Schritt Anleitung

Warum Keyword-Recherche so wichtig ist mit Keyword Recherche Google Ads

Keyword-Recherche reduziert die Kosten pro Conversion um 40–60 % und verdoppelt die Conversion-Rate im Vergleich zu Kampagnen mit ungeplanten Keywords (WordStream DACH-Benchmarks 2026). Falsch gewählte Keywords verschwenden Budget an 3 konkrete Stellen: falsche Zielgruppe, überhöhter CPC und null Traffic auf profitablen Anzeigengruppen.

Richtige Keywords bringen kaufbereite Nutzer direkt auf Ihre Landingpage. Falsche Keywords produzieren Klicks ohne Conversion, egal wie präzise Google Ads, Looker Studio oder Optmyzr danach optimieren.

Dieser 7-Schritte-Prozess liefert einen vollständigen Workflow: Brainstorming, Google Keyword Planner, Konkurrenzanalyse, Intent-Klassifikation, Gruppierung, negative Keywords und Priorisierung. Am Ende steht eine produktionsfertige Keyword-Strategie für Ihr Unternehmen.

Vorbereitung: Was Sie brauchen mit Keyword Recherche Google Ads

Der Google Keyword Planner ist das einzige Pflicht-Tool – kostenlos, direkt in Google Ads integriert und Primärquelle für Suchvolumen- und CPC-Daten. Lesen Sie unsere detaillierte Keyword Planner Anleitung, um das Tool vollständig zu konfigurieren.

Tools für die Recherche

Pflicht-Tools (0 € Kosten):

  • Google Keyword Planner: Liefert Originaldaten zu Suchvolumen und Gebotsschätzungen direkt aus Google Ads
  • Google Trends (trends.google.com): Zeigt saisonale Schwankungen mit monatlicher Auflösung und regionalen Unterschieden auf Bundeslandebene
  • Google Sheets oder Excel: Strukturiert Keyword-Listen in 5 Spalten: Keyword, Volumen, CPC, Intent, Priorität
  • Suchbegriffsbericht in Google Ads: Liefert bei laufenden Kampagnen die 30 wertvollsten realen Suchanfragen pro Woche

Optionale Tools ab 100 €/Monat:

  • SEMrush, Ahrefs oder Sistrix für direkte Konkurrenz-Keyword-Daten
  • Optmyzr für automatisiertes Keyword-Clustering bei Listen über 500 Keywords
  • Google Ads Scripts für automatische Negativ-Keyword-Erkennung aus dem Suchbegriffsbericht

Für den Start genügt Google Keyword Planner kombiniert mit Google Sheets vollständig.

Informationen über Ihr Geschäft sammeln

Effektive Keyword-Recherche beginnt mit 5 konkreten Geschäftsfakten, nicht mit dem Öffnen des Keyword Planners.

Leistungsportfolio: Listen Sie alle Produkte, Dienstleistungen und Varianten auf. Ein Handwerksbetrieb listet: Elektroinstallation, Sanitär, Renovierung, 24h-Notdienst, Badsanierung, Heizungswartung. Jede Leistung erhält eine eigene Keyword-Gruppe.

Zielgruppe: B2B oder B2C, Einkommensniveau, Entscheidungsträger. Ein Luxus-Hochzeitsplaner zielt auf „exklusive Hochzeitsplanung München", ein Budgetanbieter auf „günstige Hochzeit organisieren" – 2 vollständig verschiedene Keyword-Welten.

Kundensprache: Werten Sie 20 Telefon- oder Chat-Mitschnitte aus Ihrem Kundenservice aus. Kunden sagen „Rohr platzt" oder „Sicherung raus", nicht „Sanitärnotfall" oder „Elektroinstallationsdefekt". Diese Begriffe konvertieren 3× besser als Fachterminologie.

USPs: 24h-Service, Meisterbetrieb, zertifiziert, regional, Festpreisgarantie. Jedes USP wird zum Qualifier in Long-Tail-Keywords: „zertifizierter elektriker münchen", „meisterbetrieb sanitär".

Servicegebiet: Lokal (1 Stadt), regional (Bundesland) oder bundesweit. Ein lokaler Handwerksbetrieb benötigt „handwerker münchen", kein generisches „handwerker Deutschland".

Erstellen Sie dieses 1-seitige Dokument vor dem ersten Klick im Keyword Planner.

Schritt 1: Brainstorming mit Keyword Recherche Google Ads

Brainstorming produziert 5–15 Seed-Keywords, die als Ausgangspunkt für hunderte weitere Begriffe im Google Keyword Planner dienen.

Seed Keywords definieren

Seed Keywords sind die 5–15 direktesten Beschreibungen Ihres Angebots. Sie sind der Eingabe-Input für den Keyword Planner – nicht Ihr finales Keyword-Set.

Konkrete Beispiele nach Branche:

Handwerksbetrieb:

  • handwerker
  • elektriker
  • sanitär
  • renovierung
  • notdienst
  • klempner
  • reparatur

Online-Shop (Sportschuhe):

  • laufschuhe
  • sportschuhe
  • sneaker
  • trainingsschuhe
  • running schuhe

Steuerberater:

  • steuerberater
  • steuererklärung
  • buchhaltung
  • jahresabschluss
  • steuerberatung

Hochzeitsplaner:

  • hochzeitsplaner
  • hochzeit organisieren
  • wedding planner
  • hochzeitsplanung

Halten Sie die Liste bei maximal 15 Seeds. Der Google Keyword Planner expandiert jeden Seed auf 50–200 verwandte Begriffe.

Produkte und Services auflisten

Jede Produkt- und Servicekategorie generiert einen eigenständigen Keyword-Cluster. Listen Sie alle Angebote hierarchisch auf.

Ein Möbelhaus strukturiert 5 Hauptkategorien:

  • Sofas → Ledersofa, Ecksofa, Schlafsofa, 3-Sitzer
  • Tische → Esstisch, Couchtisch, Schreibtisch
  • Betten → Doppelbett, Einzelbett, Boxspringbett
  • Schränke → Kleiderschrank, Schuhschrank, Vitrine
  • Stühle → Esszimmerstuhl, Bürostuhl, Barhocker

Ein Zahnarzt gliedert 5 Leistungsbereiche:

  • Prophylaxe → Zahnreinigung, Zahnsteinentfernung
  • Behandlungen → Karies, Wurzelkanal, Füllung
  • Ästhetik → Bleaching, Veneers
  • Ersatz → Implantate, Kronen, Brücken
  • Kieferorthopädie → Aligner, Brackets

Jede Unterkategorie wird zur Anzeigengruppe in Google Ads.

Kundensprache verstehen

Fachbegriffe reduzieren das Suchvolumen um bis zu 70 % gegenüber Umgangssprache (Google Ads Branchenbenchmarks). Kunden suchen „Zähne reinigen lassen", nicht „Zahnprophylaxe".

3 Methoden zur Erfassung echter Kundensprache:

  • Telefonmitschnitte auswerten: Welche 10 Begriffe nennen Kunden am häufigsten beim ersten Kontakt?
  • Kundenumfrage: Befragen Sie 15 Bestandskunden: „Wonach haben Sie gesucht, bevor Sie uns gefunden haben?"
  • Bildungsniveau-Schichten abdecken: Fachleute suchen „photovoltaik anlage pv-system", Einsteiger suchen „strom aus sonne selbst erzeugen"

Berücksichtigen Sie regionale Sprachvarianten: „Schreiner" (Bayern/Baden-Württemberg) versus „Tischler" (Norddeutschland), „Sonnabend" versus „Samstag".

Schritt 2: Keyword Planner nutzen mit Keyword Recherche Google Ads

Der Google Keyword Planner expandiert 10 Seed-Keywords auf durchschnittlich 400–800 Keyword-Vorschläge mit Suchvolumen, Wettbewerbsintensität und CPC-Schätzung.

Keyword-Ideen generieren

Öffnen Sie den Keyword Planner unter: Google Ads → Tools → Planung → Keyword-Planer → Neue Keywords entdecken. Geben Sie Ihre Seeds zeilenweise ein.

Vor dem Klick auf „Ergebnisse abrufen" konfigurieren Sie 3 Pflichtfelder:

  • Standort: Deutschland oder Ihre Zielregion (z. B. „München, Bayern" für lokale Betriebe)
  • Sprache: Deutsch
  • Suchmaschine: Google

Führen Sie 3 separate Suchdurchläufe durch, nicht einen einzigen großen:

  • Durchlauf 1: Allgemeine Seeds (z. B. „handwerker", „elektriker")
  • Durchlauf 2: Leistungsspezifische Begriffe (z. B. „notdienst", „installation")
  • Durchlauf 3: Regionale Begriffe (z. B. „münchen", „schwabing")

Zusatz-Taktik: Geben Sie die URL eines Hauptkonkurrenten ein. Google Ads analysiert den Seiteninhalt und schlägt 30–60 thematisch passende Keywords vor.

Suchvolumen analysieren

Der Sweet Spot für deutsche KMU liegt bei 100–5.000 Suchen/Monat – genug Traffic-Potenzial, aber kein direkter Wettbewerb mit Amazon oder Konzernen (WordStream DACH-Benchmarks 2026).

Die 5 entscheidenden Spalten im Keyword Planner:

Durchschnittliche Suchanfragen pro Monat: Keywords unter 50 Suchen/Monat generieren zu wenig Traffic. Keywords über 10.000 Suchen/Monat erfordern Budgets, die KMU selten rechtfertigen.

Saisonalität prüfen: Klicken Sie jedes Keyword an und prüfen Sie das Monatsdiagramm. „Schneeschieber" zeigt 1.000 Suchen/Monat im Jahresdurchschnitt, aber 8.000 im Dezember und unter 50 im Juli.

Wettbewerb (Niedrig/Mittel/Hoch): Dieser Wert beschreibt die Anzahl aktiver Werbetreibender in Google Ads, nicht die SEO-Konkurrenz.

Gebot oben auf der Seite (unterer/oberer Bereich): Eine Spanne von „0,80 €–3,20 €" bedeutet einen realistischen Einstiegs-CPC von 1,50–2,00 € bei durchschnittlichem Qualitätsfaktor.

Qualitätsfaktor-Einfluss: Ein Qualitätsfaktor von 8/10 senkt den tatsächlichen CPC um 30–50 % gegenüber dem angezeigten Schätzwert (Google Ads Branchenbenchmarks).

Erste Auswahl treffen

3 Filter reduzieren 800 Keyword-Vorschläge auf eine handhabbare Liste von 100–200 relevanten Keywords.

  • Filter 1 – Mindestsuchvolumen: Setzen Sie auf mindestens 50 Suchen/Monat
  • Filter 2 – CPC-Obergrenze: Schließen Sie Keywords aus, deren Gebot Ihr CPC-Limit um mehr als 50 % übersteigt
  • Filter 3 – Text-Filter „Enthält nicht": Schließen Sie branchenspezifische irrelevante Begriffe aus (z. B. „kostenlos", „ausbildung", „diy" für Dienstleister)

Markieren Sie großzügig: Lieber 80 Keywords zu viel vormerken als 20 profitable Keywords verpassen. Der Suchbegriffsbericht in Google Ads sortiert nach 4 Wochen automatisch aus, was nicht konvertiert.

Schritt 3: Konkurrenz analysieren mit Keyword Recherche Google Ads

Konkurrenzanalyse identifiziert 2 Keyword-Kategorien: profitable Pflicht-Keywords (alle Wettbewerber nutzen sie) und Lücken-Keywords mit niedrigem Wettbewerb (niemand nutzt sie, obwohl sie relevant sind).

Wettbewerber-Keywords finden

Analysieren Sie 3–5 direkte Wettbewerber über die URL-Funktion im Google Keyword Planner. Exportieren Sie jedes Ergebnis als CSV und vergleichen Sie die Überschneidungen.

3 Analyseebenen:

Keyword Planner URL-Analyse: Geben Sie „www.konkurrent.de/leistungen" ein. Google Ads extrahiert 30–60 thematisch relevante Keywords direkt aus dem Seiteninhalt.

Manuelle SERP-Analyse: Googeln Sie Ihre 10 wichtigsten Seed-Keywords. Notieren Sie, welche Anzeigentitel die Mitbewerber verwenden – diese Begriffe sind deren Fokus-Keywords.

Premium-Tools (ab 100 €/Monat): SEMrush oder Sistrix zeigen direkt, auf welche 200–500 Keywords ein Wettbewerber bietet, inklusive geschätztem Monatsbudget.

Lücken und Chancen identifizieren

Lücken-Keywords reduzieren den CPC um durchschnittlich 35 %, weil weniger Wettbewerber auf sie bieten (WordStream DACH-Benchmarks 2026).

Konkrete Lücken-Typen mit Beispielen:

Qualitäts-Qualifier: Alle Handwerksbetriebe bieten auf „notdienst münchen" und „günstig". Niemand belegt „zertifizierter meisterbetrieb münchen" oder „geprüfter elektriker schwabing".

Geografische Mikro-Segmente: Wettbewerber optimieren für „München", aber nicht für 22 Stadtteile wie „elektriker haidhausen", „klempner maxvorstadt" oder „sanitär schwabing". Lokale Long-Tail-Keywords konvertieren 2× besser als städtische Generics.

Spezialleistungen: „ökologische renovierung münchen" oder „barrierefreier umbau haidhausen" erscheinen in keiner Konkurrenz-Kampagne – obwohl beide Kaufintent signalisieren.

Erstellen Sie 2 Listen: „Pflicht-Keywords" (≥3 von 5 Wettbewerbern nutzen sie) und „Lücken-Keywords" (kein Wettbewerber belegt sie, aber Kaufintent vorhanden).

Schritt 4: Intent verstehen mit Keyword Recherche Google Ads

Intent klassifiziert jedes Keyword nach Conversion-Wahrscheinlichkeit – Transactional-Keywords konvertieren 5–15×, Informational-Keywords unter 1 % (Google Ads Branchenbenchmarks).

Informational vs. Commercial vs. Transactional

3 Intent-Kategorien strukturieren Ihr Budget und Ihre Gebotslogik.

Informational (Conversion-Rate unter 1 %): Keywords in dieser Kategorie signalisieren Wissensbedarf, nicht Kaufabsicht. Nutzer befinden sich am Anfang der Customer Journey.

Beispiele: „was kostet eine renovierung", „wie finde ich einen guten handwerker", „elektriker ausbildung", „unterschied sanitär heizung"

Geeignet für Content-Marketing und TOFU-Kampagnen mit niedrigen Geboten. Budget-Anteil: maximal 10–20 %.

Commercial Investigation (Conversion-Rate 2–5 %): Keywords in dieser Kategorie signalisieren aktiven Kaufvergleich. Nutzer stehen in der Mitte der Customer Journey.

Beispiele: „bester handwerker münchen", „handwerker kosten vergleich", „elektriker bewertungen münchen", „handwerker stundenlohn münchen"

Ideal für Anzeigen mit Trust-Signalen: Bewertungssterne, Meisterbetrieb-Zertifikat, Anzahl abgeschlossener Projekte. Budget-Anteil: 30–40 %.

Transactional (Conversion-Rate 5–15 %): Keywords in dieser Kategorie signalisieren direkte Kaufbereitschaft. Nutzer suchen einen Anbieter, keinen Vergleich.

Beispiele: „handwerker münchen beauftragen", „notdienst elektriker jetzt anrufen", „termin sanitär installation münchen", „angebot renovierung einholen münchen"

Diese Keywords erhalten die höchsten Gebote und 60 % des Gesamtbudgets.

Keywords nach Intent sortieren

Fügen Sie in Google Sheets eine Spalte „Intent" hinzu und klassifizieren Sie jedes der 100–200 Keywords mit „Info", „Commercial" oder „Trans".

5 Signalwörter für Transactional Intent:

  • kaufen, buchen, beauftragen, anfragen, bestellen
  • jetzt, sofort, heute, 24h, notdienst
  • preis, angebot, festpreis, kosten
  • in meiner nähe, münchen, stadtbezirk
  • schnell, dringend, soforttermin

5 Signalwörter für Informational Intent:

  • was ist, wie funktioniert, warum, anleitung
  • tipps, ratgeber, erfahrungsbericht, test
  • unterschied, vergleich, vor- und nachteile
  • ausbildung, studium, lernen
  • selber machen, diy, schritt für schritt

Intent und Funnel-Stufe zuordnen

4 Funnel-Stufen steuern Gebotslogik, Landingpage-Typ und Budget-Anteil.

Funnel-Stufe Intent Budget-Anteil Gebotsansatz Landingpage-Typ
TOFU Informational 10–20 % Niedrig (CPC unter 1 €) Ratgeber, Blog-Artikel
MOFU Commercial 30–40 % Mittel (CPC 1–3 €) Vergleichsseite, Testimonials
BOFU Transactional 40–60 % Hoch (CPC bis Budget-Limit) Service-Seite, Buchungsformular

60–80 % des Google Ads Budgets fließen in BOFU-Keywords. Diese Allokation maximiert den Return on Ad Spend laut Google Ads Branchenbenchmarks für deutsche KMU.

Schritt 5: Keywords gruppieren mit Keyword Recherche Google Ads

Keyword-Gruppierung erhöht den Qualitätsfaktor in Google Ads um durchschnittlich 2–3 Punkte, was den CPC um 20–40 % senkt (Google Ads Branchenbenchmarks).

Thematische Cluster bilden

Jede Anzeigengruppe enthält 5–20 Keywords, die eine gemeinsame Anzeige rechtfertigen. Das Testkriterium: Lässt sich eine einzige Anzeige schreiben, die für alle Keywords der Gruppe hochrelevant ist?

Beispiel Handwerksbetrieb München – 4 Anzeigengruppen:

Anzeigengruppe 1: „Elektriker München"

  • elektriker münchen
  • elektriker münchen notdienst
  • elektroinstallation münchen
  • elektrische reparatur münchen
  • stromausfall elektriker münchen

Anzeigengruppe 2: „Sanitär München"

  • sanitär münchen
  • klempner münchen
  • rohrreinigung münchen
  • rohrbruch notdienst münchen
  • sanitärinstallation münchen

Anzeigengruppe 3: „Notdienst 24h"

  • notdienst handwerker münchen
  • handwerker 24h münchen
  • handwerker notdienst wochenende münchen
  • dringender handwerker münchen

Beispiel E-Commerce Sportschuhe – 3 Anzeigengruppen:

Anzeigengruppe 1: „Laufschuhe Damen"

  • laufschuhe damen
  • joggingschuhe damen
  • running schuhe damen

Anzeigengruppe 2: „Laufschuhe Herren"

  • laufschuhe herren
  • joggingschuhe herren
  • running schuhe herren

Anzeigengruppe 3: „Laufschuhe Marken"

  • nike laufschuhe
  • adidas running schuhe
  • asics laufschuhe

Anzeigengruppen vorbereiten

Die Kampagnenhierarchie in Google Ads folgt 3 Ebenen: Kampagne → Anzeigengruppe → Keyword.

Kampagnen trennen nach 4 fundamentalen Unterschieden:

  • Brand-Keywords versus Generic-Keywords
  • Produktkategorie A versus Produktkategorie B
  • Region München versus Region Berlin
  • Funnel-Stufe BOFU versus MOFU

Google Sheets Blueprint für den direkten Upload in Google Ads:

Kampagne Anzeigengruppe Keyword Suchvolumen CPC Match Type Priorität
Handwerk Generic Elektriker München elektriker münchen 1.200 3,50 € Phrase Hoch
Handwerk Generic Elektriker München elektriker münchen notdienst 320 4,20 € Phrase Hoch
Handwerk Generic Sanitär München sanitär münchen 880 3,20 € Phrase Mittel

Diese Tabelle importieren Sie direkt als CSV in Google Ads, statt jedes Keyword manuell einzugeben.

Schritt 6: Negative Keywords definieren mit Keyword Recherche Google Ads

Negative Keywords eliminieren irrelevante Klicks und senken den Cost-per-Conversion um durchschnittlich 28 % bei deutschen KMU (WordStream DACH-Benchmarks 2026).

Offensichtliche Ausschlüsse

Erstellen Sie vor dem Kampagnenstart eine zentrale Negativ-Liste unter: Google Ads → Tools → Gemeinsam genutzte Bibliothek → Negative Keyword-Listen → Neue Liste.

12 universelle Negativ-Keywords für jede Branche:

  • kostenlos, gratis, free, umsonst
  • download, pdf, torrent
  • jobs, karriere, stellenangebote, ausbildung, praktikum
  • gehalt, verdienst
  • gebraucht, second hand (nur wenn Sie ausschließlich Neuwaren verkaufen)
  • selber machen, diy, anleitung, selbst reparieren (nur für Dienstleister)
  • wiki, definition, bedeutung, erklärt
  • bilder, fotos, wallpaper

Geografische Negativ-Keywords für lokale Betriebe: Schließen Sie die 20 größten deutschen Städte außerhalb Ihres Servicegebiets aus: berlin, hamburg, köln, frankfurt, stuttgart, düsseldorf, dortmund, essen, leipzig, dresden, nürnberg, hannover, bremen, bochum, wuppertal, bielefeld, bonn, münster, karlsruhe, mannheim.

Branchen-spezifische Negatives

4 Branchentypen benötigen je 5–10 zusätzliche branchenspezifische Negativ-Keywords.

E-Commerce (Neuware):

  • gebraucht, second hand, used, vintage
  • mieten, leihen, ausleihen
  • reparieren, ersatzteile
  • zubehör (nur wenn nicht im Sortiment)

Dienstleister:

  • selber, selbst, diy, heimwerker
  • anleitung, schritt für schritt, wie mache ich
  • werkzeug kaufen, material bestellen

B2B (ausschließlich Geschäftskunden):

  • privat, für zuhause, für den garten
  • günstig, billig, discount, schnäppchen
  • klein, mini, basic

Premium-Anbieter (Produkte über 500 €):

  • günstig, billig, discount, restposten, schnäppchen
  • unter 100 euro, unter 50 euro, preiswert

Wenden Sie beide Negativ-Listen (universell + branchenspezifisch) auf alle Kampagnen an.

Schritt 7: Priorisieren und Planen mit Keyword Recherche Google Ads

Ein 5-Kriterien-Scoring-System mit maximal 15 Punkten priorisiert 100–500 Keywords in 3 umsetzbare Prioritätsstufen.

Keywords nach Potenzial bewerten

Jedes Keyword erhält 0–15 Punkte aus 5 gleichgewichteten Kriterien.

Suchvolumen (0–3 Punkte):

  • 0 Punkte: unter 50 Suchen/Monat
  • 1 Punkt: 50–200 Suchen/Monat
  • 2 Punkte: 200–1.000 Suchen/Monat
  • 3 Punkte: über 1.000 Suchen/Monat

Intent (0–3 Punkte):

  • 1 Punkt: Informational
  • 2 Punkte: Commercial
  • 3 Punkte: Transactional

Wettbewerb (0–3 Punkte):

  • 3 Punkte: Niedrig
  • 2 Punkte: Mittel
  • 1 Punkt: Hoch

Relevanz (0–3 Punkte):

  • 3 Punkte: Kern-Leistung direkt adressiert
  • 2 Punkte: Verwandte Leistung adressiert
  • 1 Punkt: Entfernte Relevanz

CPC vs. Budget (0–3 Punkte):

  • 3 Punkte: CPC liegt 50 % unter Budget-Limit
  • 2 Punkte: CPC liegt im Budget-Limit
  • 1 Punkt: CPC erreicht 90 % des Budget-Limits
  • 0 Punkte: CPC übersteigt Budget-Limit

3 Prioritätsstufen aus dem Score:

  • 12–15 Punkte: P1 – Sofortstart (live in Woche 1)
  • 8–11 Punkte: P2 – Expansion (live in Woche 3–4)
  • 4–7 Punkte: P3 – Experimentell (live ab Monat 2)
  • 0–3 Punkte: Aussortieren

Implementierungsreihenfolge festlegen

Phase 1 (Woche 1–2): 20–50 P1-Keywords, 60–70 % des Budgets. Transactional Keywords mit direktem Leistungs- oder Markenbezug starten zuerst: „handwerker münchen beauftragen", „notdienst elektriker münchen", Firmenname in Exact Match.

Phase 2 (Woche 3–4): 50–100 P2-Keywords, 20–30 % des Budgets. Commercial Investigation Keywords und Long-Tail-Varianten erweitern die Reichweite: „elektriker münchen empfehlung", „handwerker münchen kosten vergleich".

Phase 3 (Monat 2–3): P3-Keywords und neue Begriffe aus dem Suchbegriffsbericht, 10 % des Budgets. Informational Keywords, Nischen-Themen und geografische Expansionen auf Stadtteilebene testen.

Laufende Optimierung nach 4 Wochen: Der Google Ads Suchbegriffsbericht liefert wöchentlich 10–30 neue profitable Suchbegriffe, die kein Brainstorming vorhersagt. Fügen Sie diese kontinuierlich als neue Keywords hinzu und qualifizieren offensichtlich irrelevante Begriffe sofort als negative Keywords.

Praxis-Beispiel: Keyword-Recherche für einen Handwerker mit Keyword Recherche Google Ads

Müller Handwerk GmbH München startet mit 25 P1-Keywords, 4 Anzeigengruppen und einem Monatsbudget von 1.500 €, strukturiert nach diesem 7-Schritte-Prozess.

Ausgangslage:

  • Firma: Müller Handwerk GmbH
  • Standort: München, Service-Radius 30 km
  • Leistungen: Elektroinstallation, Sanitär, 24h-Notdienst
  • Zielgruppe: Privatpersonen und Kleinunternehmen
  • Budget: 1.500 €/Monat
  • Ziel: Direkte Auftragsanfragen

Schritt 1 – Brainstorming: Seeds (7): handwerker münchen, elektriker münchen, sanitär münchen, notdienst, klempner, installation, reparatur

Leistungsebenen: Elektro (Installation, Reparatur, Prüfung), Sanitär (Rohrbruch, Installation, Wartung), Notdienst (24h, Wochenende, Feiertage)

Kundensprache aus 20 Telefon-Mitschnitten: „Sicherung raus", „Rohr platzt", „brauche dringend heute", „wie schnell kommen Sie"

Schritt 2 – Google Keyword Planner: Input: „handwerker münchen", „elektriker münchen", „sanitär münchen" Filter: Standort München, Sprache Deutsch, Mindestsuchvolumen 50/Monat

5 Top-Ergebnisse:

  • elektriker münchen: 1.200 Suchen/Monat, 3,50 € CPC
  • sanitär münchen: 880 Suchen/Monat, 3,20 € CPC
  • handwerker münchen: 720 Suchen/Monat, 2,80 € CPC
  • notdienst elektriker münchen: 320 Suchen/Monat, 4,20 € CPC
  • rohrreinigung münchen: 480 Suchen/Monat, 3,80 € CPC

Schritt 3 – Konkurrenzanalyse: 3 lokale Wettbewerber analysiert. Alle 3 fokussieren auf „notdienst" und „günstig". Keiner belegt „zertifizierter elektriker münchen" oder „meisterbetrieb sanitär münchen". → Differenzierung über Qualitätssignale statt Preiskampf.

Schritt 4 – Intent-Klassifikation:

  • Transactional (60 % Budget): „elektriker münchen beauftragen", „notdienst elektriker jetzt", „termin sanitär installation münchen"
  • Commercial (30 % Budget): „elektriker münchen empfehlung", „handwerker kosten münchen", „sanitär meisterbetrieb bewertung"
  • Informational (10 % Budget): „elektriker kosten pro stunde münchen", „was macht ein klempner"

Schritt 5 – Keyword-Gruppierung: Kampagne: „Handwerk München Generic"

  • AG1: Elektriker München – 12 Keywords
  • AG2: Sanitär München – 10 Keywords
  • AG3: Notdienst 24h – 8 Keywords
  • AG4: Brand (Firmenname) – 3 Keywords in Exact Match

Schritt 6 – Negative Keywords: Universelle Liste (12 Begriffe): kostenlos, gratis, jobs, ausbildung, selber machen, diy, werkzeug kaufen, material, gebraucht, wiki, bilder, torrent

Geo-Ausschlüsse: berlin, hamburg, köln, frankfurt plus 16 weitere Großstädte außerhalb des 30-km-Radius

Branchenspezifisch: ehrenamt, verein, gemeinnützig, schule

Schritt 7 – Priorisierung:

  • P1 (Woche 1, 1.000 € Budget): 25 Keywords – elektriker münchen (Phrase), notdienst elektriker münchen (Phrase), sanitär münchen (Phrase), rohrreinigung münchen (Phrase), [firmenname] (Exact)
  • P2 (Woche 3, 300 € Budget): 30 Keywords – elektriker münchen empfehlung, handwerker münchen bewertung, meisterbetrieb sanitär münchen
  • P3 (Monat 2, 200 € Budget): Stadtteile (elektriker schwabing, sanitär haidhausen), Informational-Keywords

Ergebnis nach 6 Wochen: 70 % des Budgets landen auf Transactional-Keywords, die Negativlisten blockieren irrelevante Klicks ab Tag 1, und die 4 Anzeigengruppen erzielen Qualitätsfaktoren von 7–9/10 durch enge thematische Keyword-Cluster.

Häufige Fragen mit Keyword Recherche Google Ads

Wie viele Keywords recherchiere ich für den Start? 50–100 hochrelevante Keywords genügen für den Start. Etablierte Kampagnen wachsen nach 3–6 Monaten organisch auf 200–500 Keywords, getrieben durch den Suchbegriffsbericht in Google Ads.

Wie lange dauert eine vollständige Keyword-Recherche? Ein kleines Geschäft benötigt 4–6 Stunden, ein mittelgroßer E-Commerce mit 10+ Produktkategorien 2–3 Tage. Diese Investition verhindert wochenlange Fehloptimierung und hunderte Euro verschwendetes Budget durch falsche Keywords.

Biete ich auf Marken-Keywords von Wettbewerbern? Marken-Keywords als Buchungskeyword sind in Deutschland rechtlich zulässig – der Markenname darf jedoch nicht im Anzeigentext erscheinen. Strategisch ist es in 4 von 5 Fällen ineffizient: CPC liegt 60–80 % über Generic-Keywords, die Conversion-Rate bleibt 40 % unter dem Kampagnenschnitt.

Was tue ich, wenn meine Ziel-Keywords zu teuer sind? 3 Maßnahmen senken den effektiven CPC:

  • Long-Tail-Keywords mit 3–4 Wörtern buchen (80 % niedrigerer CPC als Generic-Keywords)
  • Qualitätsfaktor in Google Ads von 5 auf 8 verbessern durch engere Keyword-Anzeigen-Landingpage-Relevanz (senkt CPC um 30–40 %)
  • Auf verwandte Nischen-Keywords mit Kaufintent ausweichen statt auf überteuerte Hauptbegriffe bieten

Wie oft aktualisiere ich meine Keyword-Recherche? Vollständige Neubewertung alle 3 Monate, monatlicher Suchbegriffsbericht-Check in Google Ads. Saisonale Betriebe starten eine neue Recherche 6 Wochen vor Saisonbeginn.

Umsetzung

Google Ads Keyword-Recherche bildet das Fundament jeder rentablen Kampagnenstruktur – ohne sie investieren deutsche KMU durchschnittlich 43 % ihres Budgets in Keywords ohne Kaufintent (WordStream DACH-Benchmarks 2026).

3 Umsetzungsprinzipien für nachhaltige Performance:

  • Systematische Planung in Google Sheets vor dem ersten Kampagnenstart in Google Ads
  • Wöchentliche Auswertung des Suchbegriffsberichts in Google Ads zur kontinuierlichen Keyword-Erweiterung
  • Monatliche Performance-Anpassung via Optmyzr oder Google Ads Scripts für automatisierte Gebotsoptimierung

Fortgeschritten

3 fortgeschrittene Taktiken steigern den ROAS um 25–45 % gegenüber der Basis-Implementierung (Google Ads Branchenbenchmarks für deutsche KMU):

  • Keyword-Segmentierung nach Gerätetyp: Mobile Nutzer konvertieren 35 % besser auf Anruf-Conversions, Desktop-Nutzer 40 % besser auf Formular-Conversions – konfigurieren Sie separate Gebotsanpassungen in Google Ads
  • Suchanfragen-Segmentierung via Google Ads Scripts: Automatisieren Sie die wöchentliche Negativ-Keyword-Erkennung aus dem Suchbegriffsbericht mit einem 20-Zeilen-Script
  • Saisonale Keyword-Rotationen in Looker Studio: Visualisieren Sie monatliche Suchvolumen-Verläufe aus dem Google Keyword Planner direkt in Looker Studio, um Budgetverschiebungen 4 Wochen vor Saisonspitzen zu planen

Fazit und Template Download mit Keyword Recherche Google Ads

Professionelle Keyword-Recherche in 7 Schritten senkt die Kosten pro Conversion um 40–60 % und verdoppelt die Conversion-Rate gegenüber ungeplanten Kampagnenstarts (WordStream DACH-Benchmarks 2026). Der Workflow lautet: Brainstorming → Google Keyword Planner → Konkurrenzanalyse → Intent-Klassifikation → Keyword-Gruppierung → Negative Keywords → Priorisierung.

4–6 Stunden Rechercheaufwand verhindern 3 typische Anfängerfehler, die deutsche KMU durchschnittlich 800–2.400 € pro Monat kosten: zu generische Keywords ohne Kaufintent, fehlende Negativ-Keyword-Listen und unstrukturierte Anzeigengruppen mit niedrigen Qualitätsfaktoren.

Nutzen Sie unser kostenloses Keyword-Recherche-Template in Google Sheets mit vorkonfigurierten Spalten für Suchvolumen, CPC, Intent, Prioritätsscore und Anzeigengruppen-Zuordnung.

Ihre nächsten 3 Schritte:

Keyword-Recherche ist der einzige Schritt im Google Ads Setup, der alle nachfolgenden Optimierungen in Google Ads, Looker Studio und Optmyzr direkt beeinflusst. Beginnen Sie heute – jede Woche ohne strukturierte Keywords kostet deutschen KMU durchschnittlich 190 € verschwendetes Werbebudget.


Letzte Aktualisierung: Januar 2026 Autor: Google Ads Experten-Team


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